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Zweifel an WaffenruheGolfstaaten melden erneut iranische Angriffe auf ihre Gebiete

08.04.2026, 15:45 Uhr
Der-Iran-setzt-seine-Gegenangriffe-fort

Trotz der verkündeten Einigung auf eine Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA haben mehrere Golfstaaten am Mittwoch erneut iranische Angriffe gemeldet.

Die kuwaitische Armee teilte mit, der Iran greife das Land seit Stunden an. Dabei seien Ölförderanlagen, Kraftwerke und Entsalzungsanlagen erheblich beschädigt worden. "Seit 08.00 Uhr morgens sieht sich die kuwaitische Luftabwehr einer intensiven Welle feindlicher und krimineller Angriffe aus dem Iran ausgesetzt", erklärte die Armee im Onlinedienst X. 28 Drohnen seien aufgespürt worden.

Die Emirate meldeten eine "Bedrohung durch Raketen". "Die Luftabwehr ist derzeit mit Raketen- und Drohnenangriffen aus dem Iran konfrontiert", erklärte das Verteidigungsministerium auf X.

Am Morgen waren bereits aus Bahrain Raketenangriffe gemeldet worden. Eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Explosionen und Rauch über der Insel Sitra, auf der sich Ölförderanlagen befinden. Das bahrainische Innenministerium erklärte im Onlinedienst X, der Zivilschutz habe einen "durch die iranische Aggression" verursachten Brand gelöscht. Bei den Angriffen auf Sitra seien zwei Menschen leicht verletzt und mehrere Häuser beschädigt worden.

Die USA und der Iran hatten am Mittwoch kurz vor Ablauf des US-Ultimatums an den Iran eine zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg bekanntgegeben. US-Präsident Donald Trump verkündete die "beidseitige Waffenruhe" in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Iran erklärte sich im Gegenzug bereit, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag töteten sie den obersten iranischen Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

Quelle: ntv.de, AFP

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