Wirtschaft

34 Millionen Euro für 16 Manager Abfindungen verhageln Saturn-Mutter die Bilanz

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Elektronikhändler Ceconomy, zu dem auch Media Markt und Saturn gehören, muss einen kräftigen Gewinnrückgang hinnehmen. Grund dafür sind auch hohe Abfindungen an Manager, die das Unternehmen mittlerweile verlassen haben.

Bei der Elektronikhandelsholding Ceconomy sind für den jüngsten Wechsel an der Führungsspitze hohe Abfindungen fällig geworden. Aufwendungen von insgesamt 34 Millionen Euro verteilten sich im ersten Quartal auf 16 ausgeschiedene Top-Manager, sagte Vorstand Bernhard Düttmann. Dadurch musste der Elektronikhändler im ersten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Das operative Ergebnis sank um knapp 20 Prozent auf 234 Millionen Euro. Bereinigt um diese Kosten wären beide Gewinnzahlen gestiegen.

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Bei Ceconomy hatte es nach mehreren Gewinnwarnungen im vergangenen Jahr einen Führungswechsel gegeben. Der damalige Chef Pieter Haas hatte im Oktober seinen Hut nehmen müssen, eigentlich war er bis März 2022 bestellt. Finanzchef Mark Frese schied Ende Dezember aus dem Amt. Aber auch bei den Ceconomy-Töchtern Media Markt und Saturn wurden Top-Manager ausgewechselt. Die Abfindungen für die ehemaligen Vorstände seien der größte Posten in dem Paket von 34 Millionen Euro, sagte Düttmann.

Der Umsatz des Unternehmens stieg im wichtigen Weihnachtsquartal um 1,7 Prozent auf knapp 6,9 Milliarden Euro. Ceconomy habe Marktanteile hinzugewonnen, erklärte Interims-Finanzvorstand Bernhard Düttmann. Die Prognose für 2019 bekräftigte Ceconomy. Der angestrebte Konzernumbau werde die Entwicklung belasten. Das Maßnahmenpaket will Ceconomy spätestens mit der Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal Ende Mai vorstellen.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/rts

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