Wirtschaft

Wegbrechende Umsätze Adidas und Puma brauchen Staatskredite

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Staatskredite von mehr als einer Milliarde Euro sollen Adidas in der Coronakrise helfen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Um die eigene Liquidität zu sichern, sind Adidas und Puma auf staatliche Hilfen angewiesen. Bei beiden Konzernen gelten aufgrund der Coronakrise Kurzarbeit und Gehaltsverzichte. Nun ist Adidas mit der Förderbank KfW im Gespräch über einen Staatskredit von mehr als einer Milliarde Euro.

Adidas verhandelt einem Agenturbericht zufolge wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mit der Förderbank KfW über einen Kredit zwischen ein und zwei Milliarden Euro. Laut Bloomberg will Adidas Staatskredite von mehr als einer Milliarde Euro aufnehmen, die genaue Summe und das Timing seien aber unklar, zitiert Bloomberg mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Adidas wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Eine Unternehmenssprecherin verwies auf ein Zitat von CEO Kasper Rorsted in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Montag. "Direkte Staatshilfe werden wir nicht benötigen, aber wir werden Kredite brauchen, wir bei Adidas wie auch die Wirtschaft insgesamt."

Adidas kämpft mit starken Einschnitten

Adidas war Ende vergangener Woche in die Kritik geraten, als bekannt geworden war, dass der Sportartikelhersteller angesichts der Corona-bedingten behördlich verordneten Ladenschließungen seine Vermieter um das Erlassen der Miete für April gebeten habe. Adidas entschuldigte sich förmlich in dieser Woche dafür, die Miete für April sei bezahlt worden. Gleichzeitig merkte der Konzern an, er mache "harte Einschnitte", um langfristig die Arbeitsplätze seiner 60.000 Mitarbeiter zu sichern. Zu den Maßnahmen gehörten Kurzarbeit, ein Teil-Gehaltsverzicht durch Vorstand und die nächste Führungsebene und das Einstellen des Aktienrückkaufprogramms.

Auch Puma braucht finanzielle Unterstützung

Genauso wie Adidas will auch der fränkische Sportartikelkonzern Puma angesichts wegbrechender Umsätze auf zusätzliche Kredite mit Unterstützung der Staatsbank KfW zurückgreifen. "Dazu arbeiten wir mit unserem Bankkonsortium zusammen, das uns zusätzliche Finanzierung bereitstellt", teilte Puma am Freitag mit. "Dieses Konsortium greift wiederum in der jetzigen Marktsituation auf die KfW zurück, um mehr Liquidität bereitstellen zu können."

Nach dem "Sonderprogramm Konsortialfinanzierungen" für größere Unternehmen übernimmt die Frankfurter Förderbank in der Corona-Krise bis zu 50 Prozent der Kreditsumme und bis zu 80 Prozent des Risikos, für den Rest tun sich mehrere Banken zusammen." Es geht hier um Liquidität zu marktüblichen Finanzierungskonditionen", betonte Puma.

Die KfW hat ein Kreditprogramm zur Linderung der Folgen der Corona-Krise aufgelegt, bei dem der Staat 80 bis 90 Prozent der Haftung für die Kredite übernimmt.

Quelle: ntv.de, imi/DJ/rts