Wirtschaft

Freundschaftsspiel nach 60 Jahren Adidas und Puma fußballern

2mj64439.jpg287595872670769336.jpgSechs Jahrzehnte nach dem Familienzwist ihrer Gründerväter haben die Sportartikelfirmen Adidas und Puma in einem Freundschaftsspiel symbolisch Frieden geschlossen. Mitarbeiter von Adidas und Puma spielten am Montag am Stammsitz der Firmen in Herzogenaurach Fußball, wie eine Sprecherin sagte. Mit dem Spiel wollten die Unternehmen auf den  Weltfriedenstag der Vereinten Nationen aufmerksam machen.

Auch die beiden Vorstandsvorsitzenden, Adidas-Chef Herbert Hainer und Puma-Chef Jochen Zeitz, waren mit von der Partie. Während Hainer im Sturm spielte, stand Zeitz als Torwart auf dem Feld.

Ende der 40er Jahre zerstritten

Die Firmen wollten damit einen 60 Jahre währenden Zwist symbolisch hinter sich lassen. Die Gebrüder Adolf "Adi" Dassler und Rudolf Dassler hatten in Herzogenaurach ursprünglich die "Gebrüder Dassler Sportschuhfabrik" gegründet. Ende der 40er Jahre zerstritten sich die Brüder aber so sehr, dass beide Männer eigene Firmen aus der Taufe hoben: Adi Dassler gründete Adidas, sein Bruder Rudolf gründete Puma. Heute gehören beide Firmen, die ihren Sitz noch immer in Herzogenaurach haben, zu den führenden Sportartikelherstellern der Welt. Bisher hatte es den Unternehmen zufolge keine Geste der Versöhnung gegeben.

Das Fußball-Spiel fand auf dem Adi-Dassler-Sportplatz in der fränkischen Kleinstadt statt. Neben den beiden Firmenchefs spielten Mitarbeiter der beiden Konzerne, die an einer Verlosung für das Spiel teilgenommen hatten. In beiden Mannschaften liefen die Beschäftigten von Adidas und Puma gemischt auf, es spielten also nicht die beiden Firmen gegeneinander. Die Spieler trugen dabei schwarze und weiße Trikots, die auf einem Ärmel die drei Streifen von Adidas, auf dem anderen Ärmel das Raubkatzen-Logo von Puma zeigten. Eine Adidas-Sprecherin sagte, dass die Trikots ausschließlich für den Anlass des Freundschaftsspiels gefertigt wurden und nicht im Verkauf erhältlich seien.

Quelle: n-tv.de, AFP

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