Wirtschaft

Suche nach dem Rettungsring Alno verkauft Tochterfirma Pino

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Darlehen aus Großbritannien.

(Foto: dpa)

Dem Küchenhersteller Alno geht es schlecht. Das Unternehmen trennt sich nun von seiner Tochter Pino, die billige Produkte herstellt. Alno hat bereits im Juli Insolvenz angemeldet. Im Konzern arbeiten 1600 Menschen.

Der insolvente Küchenkonzern Alno trennt sich von seiner Tochterfirma Pino, die auf vergleichsweise billige Produkte setzt. Der Gläubigerausschuss habe einem Kaufangebot zugestimmt, teilte der Küchenkonzern aus dem baden-württembergischen Pfullendorf mit.

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Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft den Verkauf noch, seine Zustimmung gilt aber als so gut wie sicher. Wer der Käufer ist, wurde nicht bekannt. Pino hat 230 Mitarbeiter, bei der Firma aus Coswig in Sachsen-Anhalt lief es finanziell zuletzt deutlich besser als beim Mutterkonzern, der mit seinen 600 Mitarbeitern auf hochpreisige Edelküchen setzt. Insgesamt hat der Konzern 1600 Beschäftigte.

Alno und später auch seine Konzerntöchter hatten im Juli Insolvenz angemeldet. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens steht kurz bevor. Zum Verkauf stehen neben der Alno AG auch eine Logistiktochter sowie die Mittelklasse-Firma Wellmann aus Enger (Nordrhein-Westfalen). Es laufen weiter Gespräche mit anderen Interessenten.

In der vergangenen Woche hatte Alno in höchster Not einen Kredit über 6 Millionen Euro bekommen, um nach dem Ende des vom Staat gezahlten Insolvenzgeldes ab dem 1. Oktober wieder selbst die Personalkosten stemmen zu können. Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" kam dieses Darlehen von der britischen Investmentgesellschaft Riverrock.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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