Wirtschaft

Unsicherheit an den Weltbörsen Anleger fürchten Eskalation im Iran-Konflikt

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Der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat den US-Aktien am Freitag einen Dämpfer verpasst.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die verschärfte Lage im Nahen Osten reißt den deutschen Leitindex im neuen Jahr in die Tiefe. Auch in der kommenden Woche droht der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine Belastung für die Aktienmärkte zu werden. Sollte der Streit weiter eskalieren, sind Turbulenzen unvermeidlich, warnen Experten.

Wie gewonnen, so zerronnen: Nachdem der Dax am ersten Handelstag des neuen Jahres noch in Richtung Rekordhoch geschnellt war, folgte tags darauf der Schock: Die verschärften Spannungen zwischen den USA und dem Iran nach der Tötung eines ranghohen iranischen Generals durch das US-Militär rissen den deutschen Leitindex in die Tiefe.

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Dax 13.579,33

Auch in der neuen Woche drohen dem Börsenbarometer Experten zufolge Verluste. Der schwelende Konflikt im Nahen Osten könnte mit weiteren Eskalationen eine Belastung für die Aktienmärkte werden. Am Freitag verlor der Dax letztlich 1,25 Prozent auf 13.219,14 Zähler. Daraus resultiert für die abgelaufene Woche ein Minus von rund 0,9 Prozent.

"Wenn dieser Konflikt weiter eskaliert, sind Turbulenzen an den Börsen unvermeidlich", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Marktstratege Andreas Lipkow von der Comdirect Bank allerdings äußerte sich etwas zuversichtlicher. Der erste Schock sitze zwar tief, allerdings bestünden auch gute Voraussetzungen für eine Beruhigung der Lage im Nahen Osten. Derzeit habe kein Land gesteigertes Interesse daran, die Rohölpreise lange auf hohem Kursniveau zu sehen.

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Rohöl (WTI) 53,40

Abseits des Konflikts im Nahen Osten stehen Konjunkturnachrichten im Fokus. "In der neuen Woche dürften vor allem der am Freitag anstehende US-Arbeitsmarktbericht und die Daten aus der deutschen Industrie auf Interesse stoßen", schrieben die Analysten der Commerzbank. Sie erwarten, dass die US-Wirtschaft im Dezember weiterhin kräftig neue Jobs geschaffen und sich die deutsche Industrie im November stabilisiert hat. Die hiesigen Industriedaten werden bereits am Donnerstag veröffentlicht.

Aus Unternehmenssicht richten sich die Blicke Anfang der neuen Woche nach Las Vegas, wo die Unterhaltungselektronik-Messe CES ihre Tore öffnet. Veranstaltungen wie diese werden mittlerweile auch gern von Unternehmen aus der Automobilbranche genutzt, um ihre Angebote rund um E-Mobilität und Digitalisierung zu präsentieren. Insofern könnten hierzulande auch die Aktien von Konzernen wie Continental oder Daimler in Bewegung geraten.

Quelle: ntv.de, jki/dpa