Wirtschaft

"Nächste Ausfahrt wenden" Anleger von TomTom-Zahlen enttäuscht

Die niederländische Firma TomTom erstellt die Karten, während der deutsche Zulieferer Bosch die Anforderungen an Genauigkeit und Inhalte vorgibt. Foto: Robert Schlesinger

Die TomTom-Neuaufstellung kostet Zeit.

(Foto: dpa)

Der Markt für Navigationssysteme ist hart umkämpft. TomTom versucht sich deshalb breiter aufzustellen. Bisher trägt das aber noch keine Früchte: Der Umsatz sinkt, der Ausblick ist pessimistisch. Die Anleger reagieren prompt.

Das schwierige Marktumfeld macht dem Navihersteller TomTom zu schaffen. Er rechnet deshalb auch im neuen Jahr mit keiner Geschäftsbelebung und stellte nach einem leichten Umsatzrückgang 2016 auch für 2017 einen geringeren Erlös in Aussicht. Anleger reagierten daraufhin enttäuscht, nachdem die Niederländer für das Schlussquartal auch einen Gewinneinbruch verzeichnet hatten. Die TomTom-Aktien brachen um knapp 8 Prozent auf 7,79 Euro ein.

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Für 2017 rechnet TomTom mit einem Umsatz von 925 bis 950 Millionen Euro. Vergangenes Jahr sanken die Erlöse bereits um 2 Prozent auf 987 Millionen Euro, im Schlussquartal mit einem Rückgang von 6 Prozent noch etwas stärker. Unter dem Strich brach der bereinigte Gewinn in den drei Monaten auf gut 11 von 23 Millionen Euro ein.

Je Aktie verdiente TomTom den Angaben zufolge 0,05 Euro im Quartal und 0,23 Euro im Gesamtjahr. Zumindest hier soll es im neuen Jahr etwas aufwärts gehen: Das Unternehmen stellt seinen Anlegern ein Ergebnis je Aktie von rund 0,25 Euro in Aussicht.

Das niederländische Unternehmen ist bisher in erster Linie für seine Navigationssysteme bekannt. Der Markt dafür verliert jedoch an Dynamik, weshalb sich TomTom breiter aufstellen will. Die Firma arbeitet unter anderem daran, seine Karten für autonome Autos nutzbar zu machen und bietet Elektronikprodukte im Fitnessbereich an.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ

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