Wirtschaft

Anleger schieben Aktie weiter an Apple-Zulieferer Manz gelobt Besserung

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Die Bereiche "Display" und "Battery" geben Spezialmaschinenbauer Manz Rückenwind.

(Foto: Manz AG)

Der TecDax-Konzern Manz schreibt seine Solarsparte ab, was zu herben Verlusten führt. Andere Bereiche wie "Display" und "Battery" sollen 2015 aber wieder schwarze Zahlen schreiben. Auch zu den Gerüchten über eine Übernahme durch Apple gibt es Neuigkeiten.

Der Spezialmaschinenbauer Manz hat mit Abschreibungen auf sein Solargeschäft reinen Tisch gemacht. Nach einem Verlust im Vorjahr peilt der Apple-Lieferant 2015 wieder schwarze Zahlen und den dritten Umsatzrekord infolge an.

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Die Manz-Anleger honorieren diesen Optimismus und schicken die Aktie im TecDax mit einem Plus von bis zu fünf Prozent auf 70,96 Euro. Die Aktie hat damit binnen zwei Monaten rund 40 Prozent an Wert zugelegt. Gerüchte über ein Interesse von Apple an einer Übernahme des Unternehmens hatten die Manz-Aktie bereits in den vergangenen Tagen angeschoben.

Diesen Spekulationen erteilte Firmenchef und Großaktionär Dieter Manz aber eine Absage. "Ich habe nicht vor, zu verkaufen", sagte der Firmengründer. Er habe noch viel vor und wolle Manz weiter ausbauen. Er und seine Frau hielten rund 45 Prozent an dem Reutlinger Unternehmen. Der überwiegende Rest besteht aus Streubesitz.

Erlöse im jungen Batterie-Geschäft sollen sich verdoppeln

Die Perspektive für das laufende Jahr: Während das Solargeschäft mit einem Anteil von unter fünf Prozent beinahe bedeutungslos sei, sorgten die Bereiche "Display" und "Battery" für Rückenwind, sagte Manz. Allein das noch junge Batterie-Geschäft werde dank eines Großauftrags über 40 Millionen Euro die Erlöse mehr als verdoppeln.

Insgesamt peilt Manz 2015 einen Umsatz von 320 bis 340 Millionen Euro an. Das operative Ergebnis (Ebit) soll nach einem Verlust infolge von Abschreibungen "deutlich positiv" ausfallen.

Der Niedergang des Solargeschäfts verhagelte Manz allerdings die Bilanz des Vorjahres. Bei einem Umsatzplus von 15 Prozent auf 306 Millionen Euro sorgten außerplanmäßige Abschreibungen für einen operativen Verlust von knapp 33 Millionen Euro.

Allein 22,5 Millionen Euro entfielen auf den Solarbereich, der damit fast vollständig entwertet sei, erklärte Manz. Hinzu kamen Millionenbeträge aus Forderungsverzichten nach der Pleite des Apple-Zulieferers GT Advanced Technologies und Belastungen im Batterie-Geschäft nach dem Strategieschwenk eines Kunden aus der Autobranche.

Der Totalausfall der Solarbranche hat Manz seit 2012 stark belastet. Inzwischen sind die Haupteinnahmequellen der Firma Anlagen zur Produktion von Displays für Tablet-PCs und Smartphones sowie PCs und Notebooks mit berührungsempfindlichen Bildschirmen. Seit neuestem nennt Apple die schwäbische Firma offiziell als Zulieferer, bei dem verschwiegenen US-Konzern eher eine Seltenheit.

Quelle: n-tv.de, kst/rts

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