Wirtschaft

Umsatzplus und höhere Dividende Asien-Geschäft gibt FMC Schub

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Die Fresenius Medical Care ist ein Tochterunternehmen des Fresenius-Konzerns mit Sitz in Bad Homburg.

(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

Der Umsatz geht bei Fresenius Medical Care 2019 nach oben. Das verdankt der Anbieter von Dialyseprodukten und -dienstleistungen vor allem seinen Geschäften im Asien-Pazifik-Raum. Das Unternehmen bekräftigt nun seinen Ausblick für das laufende Jahr.

Fresenius Medical Care hat im vergangenen Jahr dank einer starken Entwicklung in Asien das eigene Ziel erreicht. Der Umsatz und der bereinigte Gewinn stiegen sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr, wie die Dialysetochter des Fresenius-Konzerns überraschend mitteilte. Währungsbereinigt ergab sich zwar beim Ergebnis 2019 ein leichter Rückgang - das hatte der Konzern aber in Aussicht gestellt. Die Dividende für das abgelaufene Jahr soll angesichts der positiven Entwicklung auf 1,20 von 1,17 Euro je Aktie erhöht werden.

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"Wir haben unser Umsatz- und Ergebnisziel erreicht und schlagen deshalb die 23. Dividendenerhöhung in Folge vor", wird FMC-CEO Rice Powell in der Mitteilung zitiert. Zudem entwickelten sich die Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und Optimierung der Kostenbasis nach Plan. "Wir rechnen deshalb mit einem beschleunigten Wachstum im laufenden Jahr und bestätigen unseren im vergangenen Jahr gegebenen Ausblick für 2020", ergänzte der Manager.

2020 sollen der Umsatz sowie das Konzernergebnis um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Die Ziele sind währungsbereinigt und berücksichtigen keine Sondereffekte. Weitere Details dürfte der Konzern am Donnerstag während der Pressekonferenz nennen. Eigentlich wollte FMC die Geschäftszahlen erst morgen vorlegen.

Asien mit starkem Wachstum

Im vierten Quartal steigerte FMC den Umsatz um 7 Prozent auf 4,580 Milliarden Euro, währungsbereinigt um vier Prozent. Das operative Ergebnis kletterte den Angaben zufolge leicht um einen Prozent auf 616 Millionen Euro, währungsbereinigt ergab sich ein Rückgang um zwei Prozent. Das bereinigte Konzernergebnis stieg um drei Prozent, währungsbereinigt war es stabil.

Ähnlich sieht es im Gesamtjahr aus, wo der Umsatz währungsbereinigt um zwei Prozent auf 17,48 Milliarden Euro stieg. Das bereinigte Konzernergebnis stieg um zwei Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, währungsbereinigt sank es um zwei Prozent.

Grundlage der Umsatzsteigerung war vergangenes Jahr ein gutes Wachstum in der Region Asien-Pazifik. Hier zogen die Umsätze um zehn Prozent auf 1,859 Milliarden Euro an, währungsbereinigt um sieben Prozent. Der Umsatz in Nordamerika stieg um fünf Prozent auf 12,2 Milliarden, währungsbereinigt war er unverändert. In der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) zogen die Umsätze 2019 um vier Prozent auf 2,69 Milliarden Euro an, währungsbereinigt liegt der Zuwachs bei vier Prozent.

Ob der Ausbruch des Coronavirus Folgen für die Geschäftstätigkeit im asiatisch-pazifischen Raum haben könnte, sei noch nicht abzusehen, hieß es. Die Sicherstellung der Behandlung der Patienten habe oberste Priorität, teilte FMC mit. Gleichzeitig gelte es die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.

Quelle: ntv.de, hul/DJ