Wirtschaft

Mehr Züge, schnelle VerbindungenBahnverkehr nach Polen soll ausgebaut werden

16.02.2026, 17:58 Uhr
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Unter anderem nach Danzig soll es künftig schneller gehen. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Rund 1,2 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr Zugverbindungen zwischen Deutschland und Polen genutzt. Die Zahl soll steigen. Dazu vereinbaren beide Länder die Strecken auszubauen und auch Hochgeschwindigkeitstrassen zu prüfen.

Deutschland und Polen streben kürzere Reisezeiten auf wichtigen Bahnstrecken zwischen beiden Ländern an. Die Schienenverbindungen sollen ausgebaut werden. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und der polnische Infrastrukturminister Dariusz Klimczak unterzeichneten in Warschau eine entsprechende Vereinbarung, wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte.

Ziel sei es, die Zahl der Personen- und Güterverbindungen zu erhöhen und die Reisezeiten auf den wichtigsten Strecken zu verkürzen. Konkret genannt wurden die Verbindungen zwischen den Hauptstädten Warschau–Berlin sowie zwischen Krakau–Breslau–Zielona Góra–Berlin, Danzig–Stettin–Berlin sowie Przemyśl–Krakau–Breslau–Leipzig. Eine Zugfahrt von Leipzig nach Krakau zum Beispiel dauert derzeit 7 Stunden und 30 Minuten. Von Berlin nach Warschau sind es für gewöhnlich gut fünf und nach Danzig fünfeinhalb Stunden.

Außerdem soll das Potenzial geplanter Hochgeschwindigkeitsprojekte analysiert werden. Dabei gehe es um die Korridore Warschau–Posen–Berlin, Warschau–Breslau–Leipzig–Frankfurt am Main sowie Warschau–Breslau–Prag–München.

Schnieder sagte, mit der Vereinbarung werde das Fundament für eine zukunftsgerechte Förderung des Bahnverkehrs mit Polen gelegt. "Wir wollen die Schiene zum Rückgrat unserer gemeinsamen Wirtschaftsregion machen und damit nicht zuletzt auch Europas Verteidigungsfähigkeit stärken." Laut Klimczak lag die Zahl der Bahnreisenden zwischen Polen und Deutschland im vergangenen Jahr bei rund 1,2 Millionen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa