Wirtschaft

"Hausaufgaben machen" Banken fordern Etatdisziplin

Der Wertverlust des Euro ruft auch den Bundesverband der Banken auf den Plan. Sein Hauptgeschäftsführer Weber fordert von den Ländern der Euro-Zone fiskalische Disziplin. Er lehnt eine Finanztransaktionssteuer ab.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Zur Stabilisierung des Euro pocht der Bundesverband der Banken auf mehr Sparanstrengungen in den Staatshaushalten. Die Banken unterstützten zwar alles, was der Stabilisierung der Euro-Zone diene, sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Weber der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Die Länder der Euro-Zone müssten ihre Hausaufgaben machen. Ohne fiskalische Disziplin, ohne wirksame Haushaltsregeln werde die Währungsunion keine gute Zukunft haben. "Das führt die gegenwärtige Situation uns schmerzhaft vor Augen", sagte Weber.

Weber lehnte erneut eine Finanztransaktionssteuer ab. Diese würde auch Unternehmen und Anleger treffen. "Ich verstehe gut, dass die Politik unter dem Eindruck der Finanzkrise handeln soll und handeln will. Sie muss es. Das kann aber nicht heißen, Falsches zu tun", warnte er.

Der Bankenverband unterstützt die Idee einer Bankenabgabe. Die Bundesregierung plant, dass die Institute jährlich insgesamt bis zu 1,2 Milliarden Euro in einen Fonds zur Krisenabwehr zahlen sollen. "Es besteht die Gefahr, die Einzahler zu überfordern. Im schlimmsten Fall mit der Folge, dass der Fonds schneller zum Einsatz kommen muss als uns lieb sein kann", warnte Weber.

Einen solchen Topf könnten die Banken nicht von heute auf morgen füllen. Ihre Belastungen aus der Finanzkrise seien noch immer erheblich. "Und durch die Schuldenkrise in der Euro-Zone sind die Perspektiven nicht besser geworden."

Quelle: ntv.de, dpa

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