Wirtschaft

Keine Superreichen mehr im AllBezos' Raumfahrtunternehmen stoppt überraschend Tourismus-Programm

31.01.2026, 08:17 Uhr
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Kunden mussten mindestens mehrere Hunderttausend Dollar für einen Flug bezahlen. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Schädlich für Umwelt und Klima, elitär, kaum wissenschaftlicher Nutzen: Kritik an der Raumfahrtfirma von Jeff Bezos gibt es zuhauf. Nun kündigt Blue Origin an, vorerst keine Touristen mehr ins All zu schießen. Stattdessen wird ein neues Ziel in den Blick genommen.

Das Raumfahrtunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos stellt sein Weltraum-Tourismus-Programm überraschend vorerst ein. Mindestens zwei Jahre lang solle es keine Kurz-Ausflüge für Weltraum-Touristen mit der "New Shepard" mehr geben, teilte das Unternehmen mit. Anstelle dessen werde sich das Unternehmen darauf konzentrieren, an seinen Kapazitäten für bemannte Mondmissionen zu arbeiten.

Blue Origin ist unter anderem auch an der "Artemis"-Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa beteiligt. Mit dem nach der griechischen Göttin des Mondes benannten Programm will die Nasa wieder Menschen auf den Mond bringen.

Die weitgehend automatisierten Weltraum-Kurztrips für Touristen bietet Blue Origin seit einigen Jahren an. Beim ersten Flug 2021 war Gründer Bezos selbst dabei. Bei 38 Flügen waren nach Angaben des Unternehmens insgesamt 98 Menschen so im All - darunter auch die Musikerin Katy Perry und der Schauspieler William Shatner. Zuletzt waren vor wenigen Wochen auch erstmals zwei Deutsche an Bord: Die Ingenieurin Michaela Benthaus, die so zur ersten querschnittsgelähmten Person im All wurde, und der frühere Raumfahrt-Ingenieur Hans Königsmann.

Die Raketenflüge für zahlungskräftige Kunden standen allerdings von Beginn an auch in der Kritik - vor allem wegen ihres geringen wissenschaftlichen Nutzens, der Wirkung auf Umwelt und Klima sowie des elitären Charakters. Es handle sich um unnötigen Weltraumtourismus für Superreiche, lautet der Vorwurf. Zu den genauen Ticketpreisen äußert sich das Unternehmen nicht.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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