Helles teurer als Pils Bierpreise entwickeln sich auseinander
Die Deutschen wenden sich immer mehr Bierspezialitäten zu. Dadurch steigen die Preise für Helles, Schwarzbier oder Kölsch. "Leidtragende" sind die klassischen Biersorten.
Die Bierpreise in Deutschland entwickeln sich in verschiedene Richtungen. Während klassische Sorten wie Pils und Weizenbier in den vergangenen Jahren billiger wurden, steigen die Preise für Bierspezialitäten wie Helles, Schwarzbier oder Kölsch. Das berichtete das Marktforschungsunternehmen Nielsen.
Nach aktuellen Zahlen von Nielsen verbilligte sich der Liter Pils oder Weizenbier seit 2013 im Handel durchschnittlich um zwei Cent. Dagegen verteuerte sich Kölsch um vier Cent je Liter, Schwarzbier um sechs Cent und Helles um neun Cent.
Während klassische Pilsmarken oft schon für zehn Euro je Kiste zu haben sind, kommen Helles, Keller-, Land- und Spezialbiere laut Nielsen inzwischen auf Preise von 14 bis 16 Euro. Vor allem die aus der Werbung bekannten nationalen Biermarken leiden darunter, dass der Handel oft versucht, mit Sonderangeboten Kunden in die Läden zu locken.
In den vergangenen Jahren seien regelmäßig mehr als drei Viertel der Kästen in diesem Bereich als Sonderangebot verkauft worden, berichtete Günter Birnbaum, Bierexperte beim Marktforscher GfK. Und die Höhe der Rabatte habe zuletzt sogar noch zugenommen.