Wirtschaft

Milliardenorder bei Boeing Briten bestellen Kampfhubschrauber

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50 Maschinen vom Typ Apache sind Teil der bestellung.

(Foto: picture alliance / dpa)

Für sechs Milliarden Dollar rüstet Großbritannien seine Streitkräfte auf. Beim Boeing bestellt das Land fliegendes Material. Der US-Hersteller wiederum ist für die Zivilluftfahrt ausgesprochen zuversichtlich.

Das britische Militär geht auf milliardenschwere Einkaufstour beim US-Hersteller Boeing. Für mehr als sechs Milliarden US-Dollar bestellen die Briten neun Überwachungsflugzeuge und 50 Kampfhubschrauber des Typs Apache, wie das britische Verteidigungsministerium mitteilte. Bei den Flugzeugen handelt es sich um Maschinen des Typs P-8A, die zur Überwachung der Seewege und zur Jagd nach Unterseebooten genutzt werden sollen.

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Die Auslieferung der ersten Maschine ist für 2019 oder 2020 geplant. Die Kosten für Übernahme der Überwachungsflugzeuge, die notwendige Infrastruktur und das Training sieht das Ministerium bei drei Milliarden Pfund Sterling. Die P-8A ist eine stark modifizierte Variante des Passagierflugzeugs 737. Der Wert der bestellten Hubschrauber beläuft sich auf 2,3 Milliarden Dollar.

Boeing: Fluglinien werden stärker bestellen

Unterdessen hat Boeing die Prognosen für den Bedarf der Fluggesellschaften in den nächsten zwei Jahrzehnten nach oben geschraubt. Weltweit würden die Airlines in den nächsten 20 Jahren knapp 40.000 neue Flugzeuge im Wert von 5,9 Billionen Dollar benötigen, teilte der US-Rivale des europäischen Luftfahrtkonzerns Airbus mit. Das sind gut vier Prozent mehr, als Boeing noch ein Jahr zuvor geschätzt hatte. "Trotz der jüngsten Ereignisse, die die Finanzmärkte belasten, wird der Luftfahrtsektor weiterhin langfristig wachsen", sagte Boeing-Marketingmanager Randy Tinseth.

Grund für die erwartete höhere Nachfrage  sei, dass mit einem Anstieg des Passagierverkehrs im selben Zeitraum um 4,8 Prozent gerechnet werde. Unter anderem dadurch würde sich die Zahl der Verkehrsflugzeuge weltweit verdoppeln, erklärte Boeing zum Auftakt der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough.

Bisher waren Analysten davon ausgegangen, dass auf die jüngsten Rekordbestellungen bei Boeing und Airbus nun eine Phase der Kaufzurückhaltung folgen würde. Zudem deuteten niedrige Ölpreise darauf hin, dass die Fluggesellschaften ihre älteren Maschinen mit einem höheren Kerosinverbrauch länger als bisher im Dienst lassen würden.

Boeing setzt darauf, dass vor allem Billigflieger sowie Airlines aus Schwellenländern in den nächsten 20 Jahren verstärkt Flugzeuge bestellen. Besonders gefragt sein dürften demnach kleinere Maschinen wie die Boeing 737 oder der Airbus A320 mit gut 28.000 erwarteten Auslieferungen bis 2035.

Bei den Großraumjets, die auf der Langstrecke eingesetzt werden, erwartet Boeing weiterhin einen Trend weg von den ganz großen Exemplaren mit mehr als 400 Sitzplätzen wie dem Airbus A380 und Boeings Jumbo-Jet 747-8. Von diesen würden in den kommenden zwei Jahrzehnten voraussichtlich nur 530 Exemplare benötigt. Bei den kleineren und mittelgroßen Langstreckenjets wie den Boeing-Typen 787 Dreamliner, 777 oder dem Airbus A350 erwartet Tinseth hingegen einen Bedarf an 8570 Maschinen.

Quelle: ntv.de

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