Wirtschaft

Zeichen einer Konjunkturerholung Chinas Exporte steigen kräftig

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Im Hafen von Qingdao.

(Foto: picture alliance / dpa)

Um mehr als 15 Prozent erhöht China im September seine Ausfuhren - und überrascht damit die Analysten. Die Tatsache, dass auch das Importvolumen stark zulegt, ist ein Indiz dafür, dass der chinesische Konjunkturmotor wieder besser läuft.

Die Ein- und Ausfuhren von und nach China haben im September stärker zugelegt als von Beobachtern erwartet. Das nährt Hoffnungen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt doch noch ihr ausgegebenes Ziel erreichen kann, im Jahr um 7,5 Prozent zu wachsen.

Nach Angaben der chinesischen Zollbehörde legten die Exporte im September um 15,3 Prozent zu. Analysten hatten lediglich mit 12,5 Prozent gerechnet, der August war mit 9,4 Prozent deutlich schwächer gewesen. Die Ausfuhren aus China steigen seit April, da die Nachfrage von der Konjunkturbelebung in den USA profitiert und auch Aufträge aus Teilen Asiens und Europas kommen.

Die Importe Chinas stiegen im September um 7 Prozent, nachdem sie im August noch um 2,4 Prozent gefallen waren. Volkswirte hatten für September eine Fortsetzung dieses Abwärtstrends erwartet. Der Handelsbilanzüberschuss schrumpfte wegen der steigenden Importe im September auf 31 Milliarden Dollar von 49,8 Milliarden im August.

Volatile Zahlen

Die guten Exporte sind eine wichtige Stütze für die chinesische Konjunktur, denn andere Bereiche wie Immobilien und Industrieproduktion hatten zuletzt geschwächelt. Zugleich weisen die besseren Importdaten darauf hin, dass die Binnenwirtschaft nicht so stark schrumpft wie befürchtet.

Allerdings sind die Zahlen der Handelsbilanz traditionell sehr volatil. Ökonomen warnen deshalb davor, schon von einem Turnaround der Binnenwirtschaft Chinas zu sprechen.

Der Sprecher der Zollbehörde, Zheng Yuesheng, führte einen Teil der besseren Handelsbilanz auf Unterstützungsmaßnahmen der Regierung, Bürokratieabbau und die bessere Konjunktur in Teilen der Welt zurück. Einige Analysten sehen aber auch einen Einfluss des neuen iPhone 6 von Apple. Das in China gefertigte Smartphone ist frisch auf den Markt gekommen und habe sowohl die Export- als auch die Importdaten unterstützt.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ

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