Wirtschaft

"Konnten keine Suppe befördern" Chinesisches Restaurant feuert Roboter

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Roboter sind offensichtlich schlechte Kellner.

(Foto: Zhang wenkui - Imaginechina)

Während künstliche Intelligenz locker Schachweltmeister und Go-Champions schlägt, erleiden Roboter auf einem anderen Gebiet eine krachende Niederlage: Als Kellner taugen sie offensichtlich nichts.

Experiment gescheitert: Bisher haben Roboter in drei Restaurants der chinesischen Millionenmetropole Guangzhou Gäste bedient. Doch nun machten zwei von ihnen der Zeitung "Worker's Daily" zufolge dicht, das dritte trennte sich von den Robotern - und setzt ganz auf Menschen.

Der Grund: Die Maschinen waren ihren Aufgaben nicht gewachsen. Und so beschwerten sich die menschlichen Kellner der Restaurant-Kette heftig über ihre Ex-Kollegen. "Die Roboter waren nicht in der Lage, Suppe oder anderes Essen sicher zu befördern. Außerdem fielen sie regelmäßig aus", zitiert der Blog "The Shanghaiist" einen Angestellten. "Der Chef hat entschieden, niemals wieder einen von ihnen zu verwenden." Das lag wohl auch daran, dass die Roboter nur festgelegten Routen folgten – und damit immer wieder Zusammenstöße verursachten.

Ein anderer Kellner ergänzte, dass die Roboter nur eine geringe Zahl von Tätigkeiten ausführen können. "Ihre Fähigkeiten sind ein wenig limitiert. Sie können beispielsweise keine Bestellungen annehmen oder heißes Wasser für die Kunden eingießen."

Dem Bericht zufolge kostet ein solcher Roboter umgerechnet knapp 50.000 Yuan (umgerechnet knapp 6800 Euro). Dazu kommen monatlich mehrere hundert Yuan für Wartung und Elektrizität. Im Vergleich zu den Kosten, einen Menschen einzustellen, ist das gering. Doch angesichts der miesen Performance sieht es noch nicht so aus, als ob Roboter uns bald als Kellner ersetzen können – denn dieser Job erfordert sehr viel Interaktion mit Menschen.

Oder wie es der Chef eines der Restaurants ausdrückte: "Die Roboter können dafür sorgen, dass viele Kunden [aus Neugier] kommen. Aber sie können definitiv nicht den Bedarf nach menschlichen Arbeitskräften reduzieren."

Quelle: n-tv.de, jga

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