Wirtschaft

Fast 100 Prozent Minus möglich Das sind Deutschlands größte Kapitalvernichter

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An einigen Aktien haben sich Anleger die Finger verbrannt.

(Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Es läuft nicht immer rund an der Börse. Für manche Unternehmen läuft es allerdings außerordentlich schlecht - sie verbrennen das Kapital ihrer Aktionäre. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hat die Liste der Börsenversager zusammengestellt.

Derzeit geht es an der Börse zwar kräftig aufwärts. Doch etliche Unternehmen in Deutschland bereiten ihren Aktionären wenig bis gar keine Freude. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) stellt jedes Jahr eine Liste der größten Kapitalvernichter zusammen.

Auf der Liste finden sich die Unternehmen, deren Börsenkurs sich insgesamt über einen Zeitraum von zwölf Monaten sowie von drei und fünf Jahren schlecht entwickelt hat. Die "Watchlist" setzt sich aus den deutschen Unternehmen zusammen, die im CDax der Deutschen Börse gelistet sind. Der Index umfasst alle an der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard und Prime Standard notierten Aktien. In der DSW-Auswahl sind die darin vertretenen ausländischen Aktien - also etwa Airbus - nicht enthalten.

Zur Einordnung: Der Fokus der Anlegerschützer liegt auf der längerfristigen Entwicklung. Daher geht der Fünfjahreszeitraum mit der höchsten und der Einjahreszeitraum mit der geringsten Gewichtung in das Endergebnis ein.

Verglichen wird immer der Kurs zu Beginn des jeweiligen Zeitraums mit dem Jahresschlusskurs 2020. Für die schlechteste Entwicklung im Fünfjahreszeitraum gibt es minus 500 Punkte. Im Dreijahreszeitraum sind minus 300 Punkte zu verkraften - und für das schlechteste Unternehmen über ein Jahr gibt es immer noch minus 200 Punkte. Die weitere Punkteverteilung erfolgt dann in Relation zur jeweiligen Flop-Aktie. Im schlimmsten Fall ist also ein Minus von 1000 Punkten möglich.

Hier ist die Liste - unter Berücksichtigung von Dividendenzahlungen:

Name/Punkte/Kursminus 1 Jahr/Kursminus 3 Jahre

1. Epigenomics N ( -885 Punkte, -70,5%, -81,2%)

2. Ferratum (-802 Punkte, -46,2%, -82,6%)

3. Leoni (-780 Punkte, -35,7%, -80,5%)

4. Windeln.de (-756 Punkte, +15,7%, -99,4%)

5. Ahlers-Vz. (-746 Punkte, -41,2%, -79,5%)

6. Steinhoff Int. (-739 Punte, +9,1%, -98,7%)

7. Singulus Techn. (-720 Punkte, -17,3% -90,0%)

8. Paragon (-705 Punkte, -32,6%, -68,3%)

9. Petro Welt Techn. (-654 Punkte, -37,7% -66,9%)

10. Heidelberger Druck (-636 Punkte, -30,8%, -64,9%)

11. Fyber (-628 Punkte, +33,7%, -91,3%)

12. SGL Carbon (-627 Punkte, -24,2%, -69,3%)

13. K+S (-591 Punkte, -29,5%, -63,5%)

14. United Labels (-588 Punkte, -22,1%, -70,4%)

15. 4SC (-581 Punkte, -25,8%, -59,1%)

16. Hugo Boss (-570 Punkte, - 36,8%, -57,1%)

17. Thyssenkrupp (-568 Punkte, -32,5%- 54,3%)

18. Medigene (-556 Punkte, -12,0%, -59,5%)

19. Bertrandt (-553 Punkte, -27,4%, -59,3%)

20. Tele Columbus (-519 Punkte, +14,6%, -65,7%)

Quelle: ntv.de, jga

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