Wirtschaft

Berlin bleibt Innovationszentrum Delivery Hero zieht sich aus deutschen Städten zurück

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Das Foodpanda-Geschäft wird in sechs deutschen Städten dicht gemacht.

(Foto: picture alliance / Flashpic)

Essenslieferant Delivery Hero beugt sich dem Druck der großen Konkurrenz und zieht sich aus sechs deutschen Städten zurück. Lediglich Berlin bleibe als Innovationszentrum erhalten. Erst vor einem guten halben Jahr war der Konzern auf den deutschen Markt zurückgekehrt.

Der Essenslieferdienst Delivery Hero gibt sich nach nur wenigen Monaten der scharfen Konkurrenz geschlagen und zieht einen Schlussstrich unter seine deutsche Expansion. Das Foodpanda-Geschäft in sechs deutschen Städten - darunter Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München - werde wieder dicht gemacht, kündigte der Dax-Konzern an. Der Standort Berlin bleibe als Innovationszentrum für Pilotprojekte neuer Produktfunktionen und Technologien bestehen. Der Schritt erlaube es nun, Mittel auf attraktive Wachstumschancen in anderen Märkten und Geschäften zu verlagern, hieß es vom Dax-Konzern. Wo möglich sollen Foodpanda-Beschäftigte in anderen Funktionen in der Delivery-Hero-Gruppe oder Partnern unterkommen, zudem sind Abfindungspakete geplant, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Delivery Hero
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Delivery Hero war erst im Sommer auf den deutschen Markt zurückgekehrt. Nach dem Verkauf des Deutschland-Geschäfts an Just Eat Takeaway.com war das international tätige Unternehmen fast zwei Jahre lange nicht in Deutschland aktiv gewesen. Zugleich gab Delivery Hero bekannt, das Japan-Geschäft veräußern zu wollen.

In dem hochumkämpften Markt war der Essenslieferdienst im September 2020 an den Start gegangen. Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg begründete seine Entscheidung mit der scharfen Konkurrenz - nicht nur durch andere Essenslieferdienste, sondern auch stark wachsende Start-ups wie Flink und Gorillas, die vorwiegend Lebensmittel ausliefern: "Wir sehen uns jetzt mit einer ganz anderen Realität konfrontiert als bei unserem Eintritt in diese Märkte und müssen daher schweren Herzens andere Wachstumsmöglichkeiten mit größerem Potenzial verfolgen."

In den vergangenen Monaten hatten auch andere Anbieter ihr Engagement in Deutschland intensiviert. Neben Marktführer Just Eat Takeaway (Lieferando) will auch der US-Fahrdienstvermittler Uber mit seinem Dienst Uber Eats in Deutschland stärker Fuß fassen. Darüber hinaus strebt der US-Anbieter Doordash unter anderem mit dem geplanten Zukauf des finnischen Anbieters Wolt nach Europa und Deutschland.

Quelle: ntv.de, als/rts/DJ

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