Wirtschaft

Camper steuern aus der Krise Dethleffs kurbelt am Umsatz

Der erste Wohnwagen: Das

Der erste Wohnwagen: Das "Wohnauto" von Arist Dethelffs aus dem Jahr 1931.

www.dethleffs.de

Am Markt für rollende Eigenheime ist die Absatzkrise beendet: Der Wohnwagenbauer Dethleffs kann nach einer regenreichen Saison auf deutliche Zuwächse zurückblicken.

Der Allgäuer Reisemobilhersteller Dethleffs hat im vergangenen Geschäftsjahr gut 20 Prozent Umsatzplus verbucht. Die Gruppe kam im Bilanzjahr 2010/2011 zum Stichtag 31. August auf Erlöse in Höhe von 326,6 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von rund einem Fünftel oder 270 Mio. Euro.

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Mobiles Wohnen aus dem Allgäu: Dethleffs beginnt wieder zu glänzen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Wie die großen Pkw-Hersteller auch hatte Dethelffs nach der Finanzkrise und den weltweiten Konjunktureinbrüchen mit erheblichen Absatzschwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Vor diesem Hintergrund waren auch die Umsätze im Wohnmobil- und Wohnwagenbau deutlich zurückgegangen.

Von den Tiefständen hat sich Dethleffs nun offenbar erholt. Das Vorkrisenniveau ist jedoch noch nicht ganz erreicht: Das Unternehmen aus Isny hatte im Geschäftsjahr 2007/2008 - kurz vor Ausbruch der Absatzkrise - noch 347 Mio. Euro umgesetzt.

Zum Gewinn machte das Unternehmen auch auf Nachfrage keine Angaben - das sei so üblich, hieß es. Zu Dethleffs gehören die Töchter Sunlight GmbH und McRent Holding. Sie alle bilanzieren unter dem Dach der CMC Caravan GmbH & Co. Beteiligungs-KG, die 2009/2010 einen Überschuss von 12 Mio. Euro ausgewiesen hatte - nach knapp 12 Mio. Euro Verlust im vorangegangenen Bilanzjahr. Die Pflichtveröffentlichung zum aktuellen Abschluss steht noch aus.

Dethleffs strebt im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 340 Mio. Euro an und will damit an das Vorkrisenniveau anknüpfen. 7875 Reisemobile und 3600 Caravans sollen gebaut werden, was etwa 8 beziehungsweise 13 Prozent Steigerung entspräche. Ein Gewinnziel wurde nicht genannt. Die Zahl der aktuell gut 700 Mitarbeiter solle konstant bleiben.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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