Wirtschaft

Mieses Wetter, zu wenig Fußball Deutscher Bierdurst lässt nach

f94f8ff3ee224b58b0c72bf9501b6e89.jpg

Der Bierdurst geht in Deutschland bereits seit Jahren zurück.

(Foto: dpa)

Die Deutschen trinken immer weniger Bier. Laut Experten liegt das unter anderem am schlechten Wetter und am steigenden Alter. Auch im Ausland lässt die Lust auf den Gerstensaft nach. Bei Mischgetränken zeigt sich jedoch ein anderes Bild.

Nach einigen stabilen Jahren müssen die deutschen Brauer 2017 eine Durststrecke bewältigen. Im ersten Halbjahr ging der Bierabsatz der Brauereien um 2,1 Prozent auf 46,8 Millionen Hektoliter zurück, so das Statistische Bundesamt. Im Gegensatz zu früheren Jahren schwächelt nun auch der Export in die EU (-5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und nach Übersee (-7,3 Prozent). Die Ausfuhren insbesondere nach China waren demnach durch fehlende Container-Kapazitäten und steigende Transportkosten deutlich erschwert.

In Deutschland geht der Bierdurst schon seit Jahren zurück. Die im Inland abgesetzte Menge nahm im ersten Halbjahr auch wegen des wechselhaften Wetters und fehlender Fußball-Großereignisse um 1,2 Prozent ab. Die Produktion für den heimischen Markt macht gut vier Fünftel des Gesamtabsatzes aus.

Schon 2016 wurde im Inland so wenig Bier getrunken wie noch nie zuvor. Damals nannten Experten als möglichen Grund: Die Bevölkerung in Deutschland wird im Schnitt immer älter und im hohen Alter trinken Menschen mitunter weniger Alkohol. Laut einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung trinken auch junge Menschen in der Tendenz weniger Alkohol als noch vor einigen Jahren.

Die amtlichen Absatzzahlen basieren auf der Biersteuer-Statistik. Die steuerfreien Biere ohne Alkohol werden davon nicht erfasst - wohl aber bierhaltige Mischgetränke. Sie legten gegen den Trend zu und erzielten in den ersten sechs Monaten einen Zuwachs von 5,3 Prozent auf 2,1 Millionen Hektoliter.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa/AFP

Mehr zum Thema