Wirtschaft

Karstadt-Immobilien Euroshop winkt ab

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(Foto: dpa)

Der angeschlagene Arcandor-Konzern kann nicht auf eine schnelle Rettung durch den Verkauf seiner Karstadt-Immobilien hoffen. Die Deutsche Euroshop hat offenbar kein Interesse am Kauf der Grundstücke und Häuser.

Die auf Beteiligungen an Einkaufszentren spezialisierte Deutsche Euroshop ist nicht an der Übernahme von Karstadt-Häusern des angeschlagenen Arcandor-Konzerns interessiert. Euroshop-Chef Claus-Matthias Böge schloss in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" einen Kauf von Karstadt-Immobilien aus. "Solche Gebäude eignen sich meist nicht als Einkaufszentrum, weil sie über vier bis fünf Geschosse verfügen. Die Kunden haben aber wenig Lust, in die oberen Etagen zu gehen", sagte Böge. Die im Nebenwerteindex MDax gelistete Euroshop hatte zu Jahresanfang dem Touristik- und Handelskonzern Arcandor dessen 50-Prozent-Anteil am City-Point Kassel abgekauft.

Staatsbürgschaften für Arcandor lehnt der Manager ab, da sie dem marktwirtschaftlichen Prinzip widersprächen. "Karstadts Probleme haben nichts mit der Finanzkrise zu tun, die existieren seit Jahren."

Trotz Wirtschaftskrise kann Böge bislang keine Konsumzurückhaltung feststellen. Die zu Euroshop zählenden 16 Einkaufszentren seien voll vermietet. Auch seien die Außenstände bei Mieten unverändert niedrig. Den Anlegern stellt er daher für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende auf Vorjahreshöhe von 1,05 Euro je Aktie in Aussicht. Zukäufe sind Böge zufolge derzeit kein Thema. "Dazu brauchten wir neues Eigenkapital, und dafür ist im Moment nicht die Zeit an den Märkten", sagte der Manager.

Quelle: ntv.de, rts