Wirtschaft

Erlös rund 155 Millionen Euro Ex-Chef Braun verkauft Wirecard-Aktien

Der Bilanzskandal von Wirecard erschüttert den Finanz- und Börsenplatz Deutschland. 1,9 Milliarden Euro sind verschwunden, der Kurs des Finanzdienstleisters ist tagelang im freien Fall. Ex-Konzernchef Braun erlöst dabei eine dreistellige Millionensumme.

Ex-Wirecard-Chef Markus Braun hat einen großen Teil seiner Aktien an dem von einem Bilanzskandal existenzbedrohten Dax-Konzern abgestoßen. In einer Serie von Verkäufen habe Braun am Donnerstag und Freitag insgesamt 155 Millionen Euro erlöst, teilte Wirecard mit. Die Papiere wurden zu Stückpreisen zwischen 43,96 und 26,64 Euro verkauft.

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Der im Bilanzskandal um mutmaßliche Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro als Mittäter unter Verdacht stehende Braun war bislang mit einem Anteil von sieben Prozent auch größter Wirecard-Aktionär.

Dramatischer Kursverlust vorerst gestoppt

Der Dax-Konzern hat insgesamt knapp 123,6 Millionen Aktien im Umlauf, überschlägig hat Braun nun über fünf Millionen seiner rund 8,7 Millionen Wirecard-Papiere verkauft. Die Wirecard-Papiere haben seit Mittwochabend vergangener Woche über zehn Milliarden Euro an Wert verloren. Der Kursverlust belief sich zeitweise auf fast 90 Prozent in nur drei Handelstagen. Am Dienstag legten die Papiere wieder zu.

Braun war am vergangenen Freitag wegen des Bilanzskandals um mutmaßliche Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro zurückgetreten, die Münchner Staatsanwaltschaft hatte ihn am Montagabend festgenommen. Das Münchner Amtsgericht hat den Haftbefehl gegen hohe Auflagen außer Vollzug gesetzt. Braun muss fünf Millionen Euro Kaution hinterlegen und sich wöchentlich bei der Polizei melden.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/DJ

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