Wirtschaft
Video
Mittwoch, 16. Mai 2018

Neuer Greyhound-Konkurrent: Flixbus steigt in US-Markt ein

Busreisen haben in den USA nicht den besten Ruf. Selbst die Bahn wird lieber genutzt. Das aber schreckt den Fernbusfahrten-Vermittler Flixbus nicht. In einem ersten Schritt will das Startup nun an der Westküste durchstarten.

Das rasant wachsende deutsche Fernbus-Startup Flixbus beginnt die Expansion in die USA. "Wir wollen jede Menge Innovation bringen", sagte Firmenchef André Schwämmlein in Los Angeles an. Der Eintritt in den US-Markt sei ein Meilenstein.

Der Auftakt soll zunächst mit acht lokalen Buspartnern erfolgen - eine eigene Fahrzeugflotte betreibt das Münchener Startup nicht. Flixbus beschränkt sich vorerst auf die US-Westküste und bietet vom US-Hauptsitz in Los Angeles etwa Trips nach San Diego, Las Vegas und Palm Springs bis hin nach Phoenix, Flagstaff und Tucson in Arizona.

Das erst 2013 gegründete Unternehmen ist in nur rund fünf Jahren zum größten Busnetzwerk Europas aufgestiegen. Dabei nutzte Flixbus geschickt die Liberalisierung des deutschen Fernbusverkehrs und schluckte 2015 den damaligen Marktführer MeinFernbus.

Die Firma punktet nicht nur mit günstigen Preisen, sondern auch mit einem modernen und umweltfreundlichen Image. Flixbus selbst sieht sich als Tech-Akteur und nicht als klassisches Busunternehmen. US-Kunden will man etwa mit einer Ticket-App sowie kostenlosem Entertainment und Internet an Bord in seine grünen Busse locken. 

Die Eroberung der USA könnte jedoch schwerer werden als die Europas. Der vom US-Urgestein Greyhound dominierte Markt ist hart umkämpft. Zudem haben Busreisen in dem riesigen Land mit seinen vielen Autobesitzern einen schlechten Ruf und einen schweren Stand - wer es sich leisten kann, fliegt in der Regel eher oder nimmt den Zug.

Quelle: n-tv.de