Wirtschaft

Fünf Tage lang GDL beginnt Streik trotz neuem Angebot

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Große Teile des Personenverkehrs stehen in den nächsten Tagen still.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Trotz eines verbesserten Angebots der Deutschen Bahn hält die Lokführergewerkschaft GDL an ihrem bislang längsten Streik fest. Der Ausstand hat wie angekündigt um zwei Uhr begonnen. Bahnkunden müssen sich in den nächsten Tagen auf starke Einschränkungen einstellen.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat trotz eines neuen Angebots der Deutschen Bahn ihren Streik im Personenverkehr wie geplant gestartet. Bis in die frühen Morgenstunden blieb eine offizielle Antwort der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer auf den Vorstoß aus der Bahn-Zentrale aus. Der Arbeitskampf im Personenverkehr sei wie geplant um zwei Uhr angelaufen, teilte die Streikleitung der Gewerkschaft mit. Weitere Angaben zum Fortgang des inzwischen dritten Ausstandes innerhalb weniger Wochen machte die GDL zunächst nicht.

Sollte es in dem Tarifkonflikt weiter keine Bewegung geben, müssen sich Bahnkunden bis kommende Woche Dienstag auf weitgehende Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn einstellen. Der Konzern hatte angekündigt, rund jeden vierten Fernverkehrszug fahren zu lassen. Im Regional- und S-Bahnverkehr sollen rund 40 Prozent des üblichen Angebots bereitstehen. Im Güterverkehr wird bereits seit Mittwochnachmittag gestreikt. Die GDL plant den bisher längsten Arbeitskampf im laufenden Tarifkonflikt.

Kurz nach Beginn des Arbeitskampfes im Güterverkehr hatte die Deutsche Bahn ein neues Angebot vorgelegt. Es enthält eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro und sieht eine Laufzeit des Tarifvertrags von 36 Monaten vor, wie der Staatskonzern mitteilte. Bislang hatte die Bahn eine Laufzeit von 40 Monaten angeboten und die Höhe der Prämie nicht beziffert. Das Angebot sei der GDL schriftlich unterbreitet worden, hieß es.

Corona-Prämie gehörte zu zentralen Forderungen

Eine Corona-Prämie von 600 Euro gehörte zu den zentralen Forderungen der Gewerkschaft. Bei der Laufzeit will die GDL indes nicht über 28 Monate hinausgehen. Außerdem soll die erste Tarifstufe von 1,7 Prozent bereits für das laufende Jahr ausgezahlt werden.

"Wir erfüllen zentrale Forderungen der GDL", hatte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler zu dem neuen Angebot gesagt. "Es gibt jetzt erst recht keinen Grund mehr für einen fast einwöchigen Streik." Die GDL müsse ihre "Blockadehaltung" aufgeben und an den Verhandlungstisch kommen. Das zeichnet sich vorerst nicht ab. Nach bisherigen Plänen der GDL soll der Ausstand bis Dienstagmorgen dauern. Ob die GDL aufgrund des Angebots den Streik zumindest verkürzt, war in der Nacht weiter offen. Die letzte Verhandlungsrunde zwischen beiden Seiten ist bereits fast drei Monate her.

Quelle: ntv.de, sbl/dpa

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