Wirtschaft

Intel baut bereits in Magdeburg Chip-Gigant TSMC zieht es nach Sachsen

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TSMC und Rivalen wie Samsung, Globalfoundries oder Intel stecken viel Geld in den Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten.

(Foto: REUTERS)

Die Bundesregierung und die Industrie wollen, dass globale Halbleiterkonzerne in Deutschland investieren. Nun bahnt sich ein Großprojekt an.

Der taiwanesische Halbleiterkonzern TSMC treibt Pläne für eine eigene Fertigung in Deutschland voran. Nach Informationen von "Capital" erwägt der Chip-Riese, ein Werk im Großraum Dresden zu errichten. Dort haben in den vergangenen Jahren bereits andere Chiphersteller Produktionsstätten aufgebaut. Um die Möglichkeiten in Deutschland auszuloten, soll eine TSMC-Delegation noch im Oktober nach Sachsen reisen.

Die Sondierungen von TSMC könnten ein wichtiger Schritt bei dem Versuch sein, Deutschland in der Versorgung mit Halbleitern unabhängiger von globalen Lieferketten zu machen. Engpässe infolge der Corona-Pandemie hatten monatelang zu einem Chipmangel vor allem bei deutschen Autoherstellern geführt. Die deutsche Automobilindustrie drängt offenbar intensiv auf eine TSMC-Ansiedlung in Deutschland. Geplant ist nach Angaben taiwanesischer Medien die Fertigung mit der Technologie moderner 300-Millimeter-Wafer - den Scheiben, auf die die Chips aufgebracht werden.

TSMC ist der weltgrößte Auftragsfertiger von Halbleitern, hat einen Großteil seiner Produktion aber auf Taiwan konzentriert. Im Zuge der Spannungen mit China nimmt der Druck auf den Konzern zu, auch Fabriken in den USA und der EU zu bauen. Zu den Europa-Plänen sagte ein Unternehmenssprecher, es sei "noch keine konkrete Entscheidung gefallen". TSMC verwies auf eine Schweigeperiode vor dem nächsten Finanzbericht, der am morgigen Donnerstag vorgelegt wird.

Das Bundeswirtschaftsministerium wollte das konkrete Interesse von TSMC auf Anfrage nicht bestätigen. Allerdings ist die Bundesregierung bereit, die Ansiedlung von Halbleiterproduzenten im Land umfangreich zu fördern. Es sei das Ziel, "die Forschungs- und Produktionskapazitäten in Deutschland und der EU zu erhöhen und die Industrie durch gute Rahmenbedingungen dabei zu unterstützen, ihre Lieferketten stärker zu diversifizieren", sagte eine Ministeriumssprecherin.

Mitte März hatte der US-Chiphersteller Intel den Bau einer Gigafabrik in Magdeburg bekannt gegeben. Das Projekt soll im Rahmen des European Chips Act subventioniert werden - einem Gesetz zur Stärkung der Halbleiterfertigung in der EU.

Quelle: ntv.de

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