Wirtschaft

"Endgültiges Angebot" Globalwafers bessert bei Siltronic nach

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Wafer sind die Grundplatten für elektronische Bauteile.

(Foto: Siltronic)

Sie sind die Grundolatten für elektronische Bauteile - Wafers: Der Hersteller Globalwafers will auf dem Markt die Nummer zwei werden. Dazu haben die Taiwanesen ein Auge auf Siltronic geworfen. Ein letztes Angebot soll die Aktionäre ködern.

Der taiwanesische Chip-Zulieferer Globalwafers hat sein Übernahmeangebot für den deutschen Waferhersteller Siltronic nochmals aufgestockt. Statt wie zuletzt 140 Euro würden nun für alle ausstehenden Siltronic-Stammaktien 145 Euro pro Aktie angeboten, wie Globalwafers mitteilte. Dies stellt allerdings unser endgültiges Angebot dar und entspricht einem fairen Preis für alle Siltronic-Aktionäre", sagte GlobalWafers-Chefin Doris Hsu. Erst am Freitag hatte Globalwafers die Offerte von 125 auf 140 Euro erhöht.

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Die im MDax notierte Siltronic-Aktie war am Freitag als Reaktion auf die erste Erhöhung deutlich über die gebotenen 140 Euro hinaus gestiegen, bis auf 147,35 Euro. Zum Xetra-Schluss lag sie bei 145,20 Euro. GlobalWafers hatte dabei am Markt zugekauft und kommt nun auf knapp 37 Prozent - einschließlich der 30,8 Prozent, die der Siltronic-Großaktionär Wacker Chemie den Asiaten angedient hat. Dies würde Wacker knapp 1,2 Milliarden Euro in die Kasse spülen. Bis zum kommenden Mittwoch, an dem die Annahmefrist endet, müssen die Taiwaner auf 65 Prozent kommen - sonst ist der Zukauf gescheitert.

Alle anderen Bedingungen des Übernahmeangebots blieben unverändert. Die Aktionäre können damit weiterhin bis zum 27. Januar überlegen, ob sie die Offerte annehmen. Wafer sind dünne Scheiben aus Silizium, die als Grundplatte für elektronische Bauelemente dienen. 

Für den Fall, dass es zu einer erfolgreichen Übernahme kommt, hatte Globalwafers angekündigt, dass deutsche Siltronic-Standorte bis Ende 2024 vor Schließungen ebenso geschützt sind wie die Mitarbeiter in Deutschland vor betriebsbedingten Kündigungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 3700 Mitarbeiter, davon fast zwei Drittel in Deutschland.

GlobalWafers will mit dem Kauf von Siltronic, der weltweiten Nummer vier, zum Branchenführer Shin-Etsu aus Japan aufschließen, der auf 30 Prozent Marktanteil kommt. Der Vorstand von Siltronic steht hinter dem Plan.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa