Wirtschaft

Belegschaft wird kleinerHRE-Bad-Bank verdient mehr - Rest-Portfolio schwer verkäuflich

25.03.2026, 12:15 Uhr
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Die FMS Wertmanagement kümmert sich um den Giftschrank der früheren HRE. (Foto: picture alliance / dpa)

Noch immer beschäftigt die Skandalbank HRE die Branche. Die in der Finanzkrise ausgelagerten toxischen Wertpapiere bringen der Bad Bank aber einmal mehr einen Millionen-Gewinn. Doch noch immer existiert gut ein Fünftel des damaligen Bestands.

Die Aufräumarbeiten der Altlasten der Skandalbank Hypo Real Estate (HRE) laufen anders als befürchtet weiter profitabel. Im vergangenen Jahr hat die bundeseigene FMS Wertmanagement einen Nettogewinn von 40 Millionen Euro erzielt und damit mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Das teilte das Staatsunternehmen in München mit.

Die Ursprünge der Bad Bank gehen zurück auf die weltweite Finanzkrise ab 2008. Damals war die Münchner Immobilienbank HRE der größte Problemfall der Finanzkrise hierzulande. Der Bund hatte das Unternehmen 2009 verstaatlicht, um noch größere Schäden zu verhindern. Den gesunden Teil des Portfolios übernahm die neu gegründete Deutsche Pfandbriefbank. Die damals unverkäuflichen und ausfallgefährdeten Papiere gingen an die FMS.

Im vergangenen Jahr schrumpfte die Bad Bank wie vorgesehen: Das Portfolio ehemaliger HRE-Papiere wurde um weitere gut vier Milliarden auf nunmehr 36,6 Milliarden Euro verkleinert. Drei Viertel des Portfolios entfallen inzwischen auf Großbritannien, Italien und die USA. Insgesamt sind laut FMS nun gut 80 Prozent der früheren HRE-Bestände verwertet, teils durch Verkäufe, teils weil die Papiere das Ende ihrer Laufzeit erreichten. Vorstandssprecher Christoph Müller und Finanzchefin Carola Falkner erwarten auch für dieses Jahr ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis.

Die FMS hatte 2010 HRE-Altlasten im Wert von knapp 176 Milliarden Euro übernommen, der Bund hatte von Anfang an mit Verlusten gerechnet. Im vergangenen Jahrzehnt hatte FMS bei der Abwicklung jedoch zeitweise Jahresgewinne in dreistelliger Millionenhöhe erzielt. Diese Zeiten sind vorbei, doch arbeitet die FMS nach wie vor profitabel. Anders als eine normale Bank darf die FMS kein Neugeschäft machen, so dass das Unternehmen von Jahr zu Jahr kleiner wird.

Dementsprechend schrumpft auch die Belegschaft, Ende vergangenen Jahres waren noch 276 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der FMS Wertmanagement und ihrer Servicegesellschaft beschäftigt. Das waren nur noch halb so viele wie im Jahr 2014. Bis Ende 2027 soll die Belegschaft noch einmal um vierzig Prozent verkleinert werden.

Die jetzt noch übrigen Papiere sind aber schwer verkäuflich, das Portfolio enthält laut FMS viele langlaufende Finanzierungen mit Fälligkeiten bis in die 2060er Jahre. Die meisten Risikopositionen sind demnach mit Derivaten abgesichert. Bei einem vorzeitigen Verkauf der Risikopositionen würde die Auflösung dieser Sicherungsgeschäfte hohe Verluste verursachen, heißt es in dem Bericht.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/rts

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