Wirtschaft

Preissteigerung ab 2019 Hermes-Hauszustellungen werden teurer

90549545_lay.jpg

Ab 2019 wird es günstiger, das Hermes-Paket direkt im Shop abzuholen anstatt es sich nach Hause liefern zu lassen.

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Deutschlands Paketdienste erwarten ein Rekordgeschäft in der Weihnachtssaison. Im kommenden Jahr will Hermes die Preise für bestimmte Zustellungen anheben - und so den Mindestlohn für die Mitarbeiter anheben.

Beim Paketdienst Hermes müssen Kunden sich auf steigende Versandkosten einstellen. Der zur Otto-Gruppe gehörende Anbieter, der zweitgrößte in Deutschland hinter DHL, will die Zustellung an der Haustür verteuern. "Wir werden die Preise stärker differenzieren. Das heißt unter anderem auch, dass die Haustürzustellung teurer werden wird", sagte Hermes-Deutschland-Chef Olaf Schabirosky dem "Hamburger Abendblatt".

Ob Online-Händler die zusätzlichen Kosten auf die Kunden umlegen, könne er nicht beeinflussen. "Das könnte sein. Wie die Online-Händler das mit ihren Kunden vereinbaren, ist aber deren Sache."

Hermes hatte bereits im Frühjahr die Paketpreise um durchschnittlich 4,5 Prozent erhöht. Im kommenden Jahr werde es eine weitere Preisanhebung in ähnlicher Höhe geben, kündigte Schabirosky an. "Insgesamt wollen wir den Preis für ein Paket um 50 Cent erhöhen. Das geht aber nur in mehreren Schritten." Ziel sei es, mit den Mehreinnahmen die Paketzusteller besser bezahlen zu können. "Aktuell haben wir einen Mindestlohn von 9,50 Euro ausgerufen. In etwa vier Jahren kommen wir bei 12 Euro an."

Die deutschen Paketzusteller rechnen in diesem Jahr mit einem Rekord-Aufkommen an Paketen. Allein Hermes erwartete bis zu 2,2 Millionen Sendungen pro Tag und insgesamt mehr als 80 Millionen für die Monate November und Dezember. Konkurrent DHL rechnete mit über elf Millionen Paketsendungen pro Tag. Um die Paketflut bewältigen zu können, stellte Hermes landesweit bis zu 6300 zusätzliche Arbeitskräfte ein. Zudem verlangte das Unternehmen in diesem Jahr erstmalig einen sogenannten Peak-Zuschlag für Geschäftskunden.

Quelle: n-tv.de, lou/dpa

Mehr zum Thema