Wirtschaft

Aktie unter Druck Hornbach beerdigt Jahresziele

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Die Umsatzprognose bleibt bestehen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Hornbach-Gruppe verzeichnet im dritten Quartal 2018/19 einen unerwarteten Ergebnisrückgang. Die Anleger honorieren dies mit Liebesentzug.

Die Hornbach Baumarkt AG und ihre Muttergesellschaft Hornbach Holding AG & Co. KGaA haben wegen eines schwachen Geschäfts im November einen unerwartet starken Ergebnisrückgang im dritten Quartal verzeichnet und müssen nun die Jahresziele kappen. Die Aktie geriet nach dieser Pflichtmitteilung unter Druck.

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Die Hornbach Baumarkt AG berichtete, der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei im dritten Quartal um 67 Prozent auf knapp 4 Millionen Euro gefallen. Auf Gruppenebene ergab sich dadurch ein Ebit-Rückgang um 31 Prozent auf knapp 20 Millionen Euro.

Zwar habe sich der Konzernumsatz der Baumarktkette um 7,5 Prozent auf 1,006 Milliarden Euro verbessert, jedoch sei wegen höherer Einkaufspreise der Rohertrag nur unterproportional zum Umsatzwachstum gestiegen. Wettbewerbsbedingt habe Hornbach selbst keine höheren Verkaufspreise durchsetzen können. Das Rohertragswachstum reiche nicht aus, die gestiegenen Filial- und Verwaltungskosten auszugleichen.

Jahresziel wohl unerreichbar

Der Vorstand hält es nun für unwahrscheinlich, dass der Ergebnisrückstand im vierten Quartal aufgeholt werden kann. Stattdessen wird nunmehr damit gerechnet, dass das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) den Vorjahreswert der Baumarktkette und der gesamten Gruppe um mehr als 10 Prozent unterschreiten wird. Bislang hatte die Holding angestrebt, das bereinigte Ebit 2018/19 in etwa auf dem Niveau des vorherigen Geschäftsjahres von 165,6 Millionen Euro zu halten.

Die Umsatzprognose 2018/19 belässt der Vorstand der Baumarktkette und der Holding mit einem erwarteten Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich unverändert. Auf Sicht der ersten neun Monate hat das Umsatzplus der Baumarktkette 4,7 Prozent auf 3,256 Milliarden Euro und das des Konzerns 4,8 Prozent auf 3,475 Milliarden Euro erreicht.

Die Details zur Ergebnisentwicklung werden im Rahmen der Quartalsmitteilung am 20. Dezember 2018 veröffentlicht.

Quelle: n-tv.de