Wirtschaft

Andrang sprengt Server Hunderttausende beantragen Soforthilfen

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Ohne Hilfen stehen viele kleine Unternehmen und Soloselbstständige vor dem Aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Lage vieler Kleinunternehmen und Soloselbstständiger ist verzweifelt. Binnen weniger Tage gehen nun Hunderttausende Anträge auf Soforthilfen bei den Bundesländern ein. "Wir werden überrannt", heißt es bei der niedersächsischen Förderbank.

Die Soforthilfen, mit denen die Bundesregierung den Bestand von Unternehmen in der Corona-Krise sichern will, stoßen offensichtlich auf sehr große Nachfrage. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage unter den Bundesländern berichtet, gingen innerhalb weniger Tage mindestens 360.000 Anträge auf Soforthilfe von Kleinunternehmen und Soloselbstständigen ein. 138,5 Millionen Euro seien bereits zur Zahlung angewiesen worden.

Den Großteil machten demnach Zahlungen aus Bayern aus. Über seine Landeshilfen habe der Freistaat gut 115 Millionen Euro an kleine Unternehmer überwiesen, die nicht zurückgezahlt werden müssen. In Brandenburg seien 2,5 Millionen Euro bewilligt worden. In Berlin gingen dem Bericht zufolge Anträge im Volumen von 20 Millionen Euro ein.

Niedersachsen zahlte laut "Bild"-Zeitung allein am Freitag eine Million Euro aus. Als das Programm dort vergangenen Mittwoch an den Start ging, versuchten nach Angaben der zuständigen Landesförderbank NBank 250.000 Menschen gleichzeitig die Soforthilfen zu beantragen. "Das hat den Server gesprengt", zitierte das Blatt einen NBank-Sprecher. "Wir werden überrannt."

Die Bundesregierung hatte am Montag Soforthilfen im Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro für Kleinunternehmen und Soloselbstständige beschlossen. Bis Freitag stimmten Bundestag und Bundesrat dem Programm zu. Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten können demnach einmalig 9000 Euro erhalten, mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro. Teilweise schon zuvor hatten auch die Bundesländer Hilfsprogramme auf den Weg gebracht.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP