Wirtschaft

Schwieriger Fall Middelhoff Insolvenz kann Jahre dauern

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Thomas Middelhoff

(Foto: picture alliance / dpa)

Mehr als 400 Millionen Euro betragen die Forderungen der Gläubiger an Ex-Arcandor-Chef Middelhoff. Insolvenzverwalter Fuest legt nun einen Zwischenbericht vor, der nur einen Bruchteil der Forderungen anerkennt.

Im Insolvenzverfahren des ehemaligen Top-Managers Thomas Middelhoff hat Insolvenzverwalter Thorsten Fuest bislang nur einen Bruchteil der Forderungen anerkannt. Uneingeschränkt festgestellt worden seien bislang nur Forderungen von 1,6 Millionen Euro, sagte Fuest in Bielefeld.

Dem hätten angemeldete Forderungen von rund 409 Millionen Euro gegenübergestanden. Fast alle angemeldeten Forderungen seien jedoch zunächst aufgrund noch zweifelhafter Rechtsfragen bestritten worden, sagte Fuest. Der weitaus größte Anteil der angemeldeten Forderungen stamme von der Bank Sal. Oppenheim und von dem Arcandor-Insolvenzverwalter. Dabei handele es sich jeweils um dreistellige Millionenbeträge.

Jeder Gläubiger habe dabei erst einmal die eigenen Maximalforderungen geltend gemacht, berichtete Fuest weiter. Dem stehe ein Kontostand für die Insolvenzmasse von bislang rund 200.000 Euro gegenüber.

Der 62-jährige Middelhoff hatte Ende März Privatinsolvenz anmelden müssen. Der Insolvenzverwalter legte den Gläubigern nun die bisherigen Ergebnisse seiner monatelangen Arbeit vor. Ein Ende des umfangreichen Verfahrens ist jedoch noch nicht absehbar.

Quelle: ntv.de, wne/dpa