Wirtschaft

Rettender Investor gesucht Insolvenzverfahren gegen Loewe eröffnet

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Vier Monate hat das Unternehmen noch Zeit, um einen Investor zu finden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Fernsehhersteller Loewe muss alle Unterlagen offenlegen, denn ein Insolvenzverwalter beschäftigt sich nun mit den tiefroten Zahlen des Unternehmens. Nur noch eine kleine Gruppe von Mitarbeitern ist vor Ort und sucht nach der Lösung.

Das Amtsgericht Coburg hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen des deutschen Fernsehherstellers Loewe eröffnet. Zugleich wurde Rechtsanwalt Rüdiger Weiß offiziell zum Insolvenzverwalter bestellt, wie ein Sprecher des Gerichts mitteilte.

Loewe hat nach jahrelanger Krise den Betrieb eingestellt. Der Großteil der mehr als 400 Mitarbeiter ist freigestellt. Nach Angaben von Weiß verbleibt eine Kernmannschaft von 10 bis 15 Mitarbeitern im Haus, die in den kommenden Monaten nach einem Investor suchen wird.

Eine der dringlichsten Aufgaben für den vorläufigen Insolvenzverwalter und den Loewe-Betriebsrat ist nun die Aushandlung eines Sozialplans für die Belegschaft. Derzeit bekommen die Mitarbeiter zwar kein Gehalt mehr von Loewe, doch gekündigt worden ist bislang niemand. Findet sich kein Investor, könnten die Arbeitsverträge nach den Worten des vorläufigen Insolvenzverwalters längstens bis Ende Oktober gehalten werden.

Das Traditionsunternehmen befindet sich tief in den roten Zahlen. Um profitabel zu arbeiten, müsste Loewe 180 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften, tatsächlich waren es 2018 nur 120 Millionen.

Quelle: ntv.de, joh/dpa