Wirtschaft

15 Mio Euro für Schlecker-JobInsolvenzverwalter bestätigt Lohn

29.09.2012, 13:21 Uhr
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Die Schlecker-Insolvenz ist eine "Herausforderung" (Foto: dapd)

Die Insolvenzverwalter der pleitegegangenen Drogeriemarktketten Schlecker und Ihr Platz könnten eine Vergütung von rund 15 Mio. Euro für ihre Arbeit bekommen. Diese Expertenschätzung bestätigt die Neu-Ulmer Kanzlei Schneider & Geiwitz der Höhe nach.

Die Insolvenzverwalter der Drogeriemarktkette Schlecker und deren Tochter Ihr Platz, Arndt Geiwitz und Werner Schneider, bekommen für ihre Arbeit rund 15 Mio. Euro. Schneider bestätigte die Schätzung von Experten: Am Ende werde für die Kanzlei Schneider und Geiwitz ein Betrag herauskommen, der dieser Schätzung "sehr ähnlich ist", sagte er den "Stuttgarter Nachrichten". "Für unsere Vergütung gibt es einen gesetzlichen Rahmen."

Zum Vergleich: Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hatte 2010 mehr als 32 Mio. Euro in Rechnung gestellt. Die Karstadt-Pleite war die größte Insolvenz der Nachkriegsgeschichte.

Bei Schlecker verloren durch die Insolvenz rund 25.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. "Es gibt kaum Fälle in der Größenordnung wie Schlecker", sagte Geiwitz den "Stuttgarter Nachrichten". Solche Verfahren gebe es zweimal in zehn Jahren. "Allein das Managen von 6000 Filialen aus dem Stand heraus ist eine Herausforderung."

Geiwitz hatte am Freitag die Schlecker-Filialen in Spanien und in Portugal an das Einzelhandelsunternehmen DIA verkauft. Mit dem Kaufpreis von 70,5 Mio. Euro sei er zufrieden, sagte Geiwitz der Zeitung. Trotzdem machte er den Gläubigern der Drogeriemarktkette keine großen Hoffnungen: "Im Moment kann ich nicht sagen, ob es zu einer Quotenzahlung kommt"- ihre Forderungen also teilweise bedient werden.

Quelle: ntv.de, dpa