Wirtschaft

Sorge um Jamie Dimon JPMorgan-Chef überlebt Notoperation

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Führte JPMorgan bereits durch die große Finanzkrise nach dem Lehman-Crash: Jamie Dimon.

(Foto: REUTERS)

Schockmoment an der Wall Street: Der Mann an der Spitze des Finanzgiganten JPMorgan muss inmitten schwieriger Zeiten überraschend am Herzen operiert werden. Das Geldhaus schickt umgehend zwei Top-Manager vor, um nervöse Anleger und Kunden zu beruhigen.

Der Chef der größten US-Großbank JPMorgan Chase, Jamie Dimon, hat sich einer Notoperation am Herzen unterziehen müssen. Der Eingriff sei am Morgen erfolgt und erfolgreich verlaufen, teilte der Finanzkonzern in einem Schreiben an Mitarbeiter, Aktionäre und Kunden mit. Dimon befinde sich auf gutem Wege der Erholung, hieß es.

JP Morgan Chase
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Der 63-Jährige erlitt demnach eine sogenannte Aortendissektion, die zu einem Herz-Kreislaufversagen führen kann. Die gute Nachricht sei, dass sie früh festgestellt wurde, erklärten Dimons Vertreter Daniel Pinto und Gordon Smith in ihrer Mitteilung. "Wir wissen, dass Sie sich alle unseren Genesungswünschen anschließen."

Die Geschäfte der Bank sollen durch den Vorfall nicht beeinträchtigt werden. Die beiden für das Tagesgeschäft zuständigen Vorstände sollen den Konzern leiten, bis ihr Chef wieder vollständig genesen ist. Pinto und Smith betonten, dass sie in den vergangenen beiden Jahren bereits eng mit Dimon zusammengearbeitet hätten und mit allen entscheidenden Prozessen im Haus vertraut seien.

Dimon, der JPMorgan seit 2006 führt, ist einer der mächtigsten und prominentesten Bankchefs in den USA. Als einer der erfahrensten Köpfe der US-Finanzindustrie führte er JPMorgan unter anderem auch sicher durch die Finanzkrise und die Turbulenzen nach dem Lehman-Crash im Herbst 2008.

Im Sommer 2014 musste der 1956 geborene Wall-Street-Manager wegen Kehlkopfkrebs behandelt werden, erholte sich jedoch rasch wieder. Anfang 2018 verpflichtete sich Dimon, den Vorstandsvorsitz bei JPMorgan für weitere fünf Jahre zu behalten.

Belastet von der neu aufgeflammten Angst vor größeren konjunkturellen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf die US-Wirtschaft waren die Aktien der Wall-Street-Banken am Vorabend mit kräftigen Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Die Anteilsscheine von JPMorgan Chase schlossen an der New Yorker Börse 4,9 Prozent im Minus bei 113.97 Dollar.

Im laufenden Jahr haben die Papiere bereits erheblich an Wert verloren. Das Kursminus in der Betrachtung seit Jahresbeginn lag bis gestern Abend bei 15,5 Prozent. Etwaige Reaktionen auf den Gesundheitszustand von Konzernchef Dimon sind in den Bewegungen noch nicht zu erkennen. Der offenbar lebensgefährliche Notfall wurde erst nach US-Börsenschluss einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa

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