Wirtschaft

Mensch und Technik an der Grenze K+S schließt Sigmundshall

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Barbara beschützt die Bergleute - jedoch nicht vor dem Ende des Abbaus.

picture alliance / dpa

Die Vorräte im Bergwerk Sigmundshall neigen sich dem Ende entgegen. Deswegen schließt der Kalikonzern K+S die Produktionsstätte. Für Hunderte Beschäftigte beginnt eine ungewisse Zeit.

Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S stellt den Produktionsbetrieb seines Kalibergwerks am Standort Sigmundshall bei Hannover zum Ende des Jahres 2018 ein. Die wirtschaftlich zu gewinnenden Vorräte neigen sich dem Ende zu, wie der MDax-Konzern mitteilte.

Die Bedingungen beim Abbau der Rohstoffe in mehr als 1400 Metern Tiefe brächten Mensch und Technik an ihre Grenzen. Zudem habe der gestiegene bergtechnische Aufwand dazu geführt, dass die Produktivität des Standortes in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich abgenommen hat. Die im laufenden Jahr zu erwartenden Kosten für die Schließung sind in der Bandbreite der aktuellen Ergebnisschätzung enthalten, wie K+S weiter mitteilte.

Möglichst vielen der rund 730 von der Schließung betroffenen Mitarbeitern sollen neue Arbeitsplätze an anderen Standorten der K+S Gruppe angeboten werden. Zudem verhandelt der Konzern derzeit mit den Betriebsräten über einen Interessenausgleich und Sozialplan.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ