Wirtschaft
Erst gefeiert, dann abgestürzt: Uber-Gründer Kalanick.
Erst gefeiert, dann abgestürzt: Uber-Gründer Kalanick.(Foto: REUTERS)
Freitag, 05. Januar 2018

Für 1,4 Milliarden Dollar: Kalanick verkauft Teil seiner Uber-Aktien

Nach vielen Skandalen ist der Wert von Uber gesunken. Das geht zumindest aus der Bewertung des Softbank-Konzerns hervor, der derzeit kräftig Aktien aufkauft. Dazu könnten auch jene von Uber-Gründer Kalanick gehören.

Travis Kalanick will offenbar 29 Prozent seiner Aktien des von ihm mitgegründeten Fahrdienstvermittlers Uber verkaufen. Der ehemalige Uber-Chef wolle die Papiere für 1,4 Milliarden US-Dollar (etwa 1,16 Milliarden Euro) dem japanischen Softbank-Konzern andienen, der mit einem Konsortium eine Beteiligung an dem US-Unternehmen aufbaut, berichten mehrere Insider. Kalanick hatte im vergangenen Jahr seinen Job als CEO von Uber verloren, er blieb jedoch Board-Mitglied.

Softbank hatte den Anteilskauf vergangenen Monat angekündigt und Uber dabei mit 48 Milliarden US-Dollar bewertet. Das waren 30 Prozent weniger als die 68 Milliarden Dollar, auf die Uber zuvor in einer Finanzierungsrunde gekommen war. Frühe Investoren und Mitarbeiter wie Kalanick haben aber auch mit dem reduzierten Preis einen guten Schnitt gemacht.

Softbank erwirbt einen Anteil von insgesamt 15 Prozent an dem Fahrdienstvermittler und steckt dabei auch 1,25 Milliarden Dollar auf Grundlage der alten Bewertung von 68 Milliarden Dollar in das Geschäft.

Kalanick war lange Zeit nur ein Milliardär auf dem Papier, denn Uber gab immer nur neue Aktien aus, es wechselten aber keine bestehenden Anteilsscheine den Besitzer. Der Ex-CEO hatte nun das erste Mal die Chance, seine Beteiligung zu versilbern. Er hält rund 10 Prozent der Aktien, hatte bislang aber immer beteuert, nicht verkaufen zu wollen, wie die Informanten berichteten.

Quelle: n-tv.de