Wirtschaft

Gespräche mit Vermietern Karstadt Kaufhof will mehr Filialen erhalten

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Das Kaufhaus an der Frankfurter Zeil könnte doch erhalten bleiben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Von den 172 Warenhäusern des Konzerns Galeria Karstadt Kaufhof könnten nun doch weniger geschlossen werden als zunächst befürchtet. Gute Chancen hat dem "Spiegel" zufolge unter anderem das Traditionshaus an der Frankfurter Zeil, die Corona-Krise doch noch zu überleben.

Beim schwer angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof fallen einem Medienbericht zufolge womöglich weniger Standorte weg als ursprünglich angekündigt. Wie der "Spiegel" berichtete, könnten nach Aussagen von Sachwalter Frank Kebekus weitere fünf bis sechs Filialen erhalten bleiben - zusätzlich zu den sechs Niederlassungen, die bereits als gerettet gelten. Es sei noch nichts in trockenen Tüchern, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur.

Ursprünglich sollten 62 der 172 Kaufhäuser in Deutschland abgewickelt werden. "Wir reden noch mit einigen Vermietern und ich hoffe, dass wir am Ende weniger als 50 Standorte schließen müssen", sagte Kebekus dem "Spiegel". Dem Nachrichtenmagazin zufolge dürfte das traditionsreiche Karstadt-Haus auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil nun doch geöffnet bleiben. Der Eigentümer des Gebäudes hatte demnach angeboten, die Miete um rund eine Million Euro pro Jahr und damit um 15 Prozent zu reduzieren.

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Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi könnten dadurch allein dort mehr als 400 Arbeitsplätze gerettet werden. Bundesweit sind durch die Schließungen laut Verdi fast 6000 Jobs in Gefahr.

Galeria Karstadt Kaufhof war durch die Corona-bedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Inzwischen wurde ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Das Amtsgericht Essen setzte Kebekus als Sachwalter ein. Der Konzern rechnet durch die Pandemie und den folgenden Konjunkturabschwung bis Ende 2022 mit Umsatzeinbußen von bis zu 1,4 Milliarden Euro.

Quelle: ntv.de, jog/dpa/AFP