Wirtschaft

Beteiligung an Porsche Katar erhöht Einsatz

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Die Verschmelzung mit VW geht voran.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Emirat Katar geht bei der Kapitalerhöhung bei Porsche mit und will erneut in den Sportwagenhersteller investieren. Medienberichten zufolge signalisiert das Emirat damit sein Wohlwollen für die anstehende Verschmelzung von Porsche mit VW.

Das Emirat Katar will einem Pressebericht zufolge erneut Geld beim Sportwagenhersteller Porsche investieren. Katar habe zugesichert, die geplante Kapitalerhöhung für Porsche über fünf Mrd. Euro mitzuzeichnen, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des Emirats. Ahmad Al-Sayed, Chef der für das Scheichtum tätigen Qatar Holding, habe die Finanzspritze offiziell angekündigt.

Porsches Großaktionär werde aus jetziger Sicht genug investieren, um seinen zehnprozentigen Anteil an der Stuttgarter Firma zu erhalten. Eine solche Investition entspräche dem Bericht zufolge einem mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Katar hält auch 17 Prozent der VW-Stimmrechte. Ein Porsche-Sprecher wollte am Abend zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Die Autohersteller Volkswagen und Porsche nehmen damit eine weitere Hürde auf dem Weg zu ihrer Verschmelzung. Die Kapitalerhöhung soll sicherstellen, dass Porsche vor dem geplanten Zusammenschluss die enormen Schulden von sechs Mrd. Euro los wird. Sie waren durch den missglückten Versuch aufgelaufen, beim Wolfsburger Autokonzern einzusteigen.

Mit der Zusage signalisiert das Emirat laut "FTD", dass es den strategischen Kurs von VW und Porsche unterstützt und hinter der geplanten Verschmelzung steht. "Sie sind zufrieden mit ihrem Investment", zitiert die Zeitung einen Kenner der Qatar Holding. Zugleich entlaste die Entscheidung die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch, die nun weniger Kapital zuschießen müssten.

Quelle: ntv.de, dpa