Wirtschaft

Heimlich, still und leise Katar kauft sich bei Total ein

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Katar steckt seine Ölmilliarden in immer mehr europäische Firmen.

(Foto: Reuters)

An VW und Hochtief besitzt Katar bereits Anteile. Aber auch an den französischen Konzernen Lagardère und Veolia hält das Scheichtum Anteile - und, wie jetzt bekannt wird, am Öl- und Gasriesen Total. Dort ist die Katar Holding bereits drittgrößter Aktionär.

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Der Wüstenstaat Katar hat sich still und leise beim französischen Öl- und Gasriesen Total eingekauft. Die französische Regierung bestätigte einen Bericht der Wirtschaftszeitung "Les Echos", nach dem die milliardenschwere Katar Holding einen Zwei-Prozent-Anteil an dem Unternehmen erworben hat. Der Fonds ist damit gemeinsamen mit dem chinesischem Staatsfonds Safe drittgrößter Aktionär. Mehr Anteile halten nur die Groupe Bruxelles Lambert des belgischen Milliardärs Albert Frère sowie die Mitarbeiter. Beide kommen auf jeweils rund vier Prozent.

Total selbst wollte sich nicht zu der Beteiligung Katars äußern. Sie liegt unter der Fünf-Prozent-Marke und ist damit nicht veröffentlichungspflichtig. Der französische Konzern hat im vergangenen Jahr wie die Konkurrenz glänzende Ergebnisse eingefahren. Getrieben vom höhen Ölpreis stieg der Gewinn um 16 Prozent auf 12,27 Mrd. Euro und näherte sich damit dem Rekordniveau aus dem Jahr 2008. Die Unternehmensanteile Katars sind nach Angaben von "Les Echos" derzeit mehr als 2 Mrd. Euro wert.

Katar hat in den vergangenen Jahren seine Beteiligungen an europäischen Unternehmen enorm ausgebaut. In Deutschland besitzt der Staat unter anderem Anteile am VW-Konzern und am Bauriesen Hochtief. In Frankreich ist er auch an den Unternehmen Vinci, Veolia Environnement und Lagardère beteiligt.

Quelle: ntv.de, dpa