Wirtschaft

Tesa schwächelt Kosmetiksparte verschönert Beiersdorf

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Die Kosmetik-Sparte zieht aktuell den Konzern.

(Foto: picture alliance / Axel Heimken/)

Der Nivea-Hersteller Beiersdorf bekommt die schlechte Autokonjunktur zu spüren. So passt der Konzern die Prognose für die Klebstoff-Sparte an. Große Auswirkungen indes bleiben aus. Die Nachfrage nach Kosmetika gleicht es aus.

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat im laufenden Jahr vor allem dank florierender Geschäfte mit Kosmetika mehr eingenommen. Dagegen lief es im Klebstoffgeschäft rund um Tesa eher mau. Und so gibt es ein paar Verschiebungen in der Jahresprognose. Zwar soll der Konzernumsatz wie bislang prognostiziert steigen. Der Anteil der Klebestoffabteilung indes fällt geringer aus.

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In den ersten neun Monaten kletterten die Konzerneinnahmen auf Jahressicht um sechs Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Ohne Zukäufe und Währungseffekte legten die Erlöse 4,3 Prozent zu. Das Klebstoffgeschäft hinkte hinterher - hier stiegen die Umsätze nur um 1,2 Prozent. Vor allem im Geschäft mit der kriselnden Autoindustrie ließ Beiersdorf Federn.

Für das größte Segment Consumer mit den Marken Nivea, La Prairie und Eucerin wies der Dax-Konzern nach drei Vierteln des Geschäftsjahres ein organisches Umsatzplus von 5,1 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro aus. Die Zahlen trafen die Erwartungen der Analysten.

Im Gesamtjahr peilt Beiersdorf weiterhin auf Konzernebene ein organisches Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent an. Im Segment Consumer will Beiersdorf nun ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent erreichen, bisher waren 3 bis 5 Prozent angepeilt. Im Segment Tesa plant Beiersdorf nun mit einem organisches Umsatzplus von 1 bis 2 Prozent statt 3 bis 4 Prozent.

Konzernchef Stefan De Loecker will den Konzern fit für die Zukunft machen und hat ihm daher ein Investitionsprogramm verordnet. Für neue Produkte, Zukäufe und Digitalisierung will der Manager künftig 70 bis 80 Millionen Euro zusätzlich locker machen. Zuletzt hatte Beiersdorf sein Geschäft auch mit einer Übernahme ausgebaut. Die Sonnenschutzmarke Coppertone ergänzt nun das Produktangebot, vor allem das Geschäft in Nordamerika soll so gestärkt werden. Die Hamburger hatten Coppertone für rund 550 Millionen US-Dollar von Bayer übernommen, die Transaktion wurde Ende August abgeschlossen.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts/DJ