Marktriese aus dem SchwarzwaldLangjähriger Hansgrohe-Chef Klaus Grohe ist tot

Klaus Grohe war eine prägende Unternehmerfigur des deutschen Mittelstands: Von seinem Vater übernahm er den Badarmaturenhersteller Hansgrohe und formte aus der Schwarzwälder Firma eine weltbekannte Marke. Nun ist Klaus Grohe im Alter von 88 Jahren gestorben.
Klaus Grohe, langjähriger Chef des Armaturenherstellers Hansgrohe, ist tot. Wie das Unternehmen mit Sitz in Schiltach im baden-württembergischen Kreis Rottweil mitteilte, starb Grohe bereits am 3. Januar im Alter von 88 Jahren.
"Mit Klaus Grohe verlieren wir unseren Wegbereiter, der bis zuletzt als Ehrenvorsitzender unseres Aufsichtsrats die Entwicklung von Hansgrohe mit großem Interesse und Engagement verfolgte", sagte der Vorstandsvorsitzende Hans Jürgen Kalmbach. Klaus Grohe habe das Unternehmen maßgeblich geprägt. "Wir sind ihm dafür sehr dankbar und werden ihn und seine Ratschläge vermissen", so Kalmbach weiter. Mit seinen visionären Ideen habe er das Familienunternehmen zu einem Global Player der Sanitärbranche gemacht, wie es weiter hieß.
Grohe, jüngster Sohn des Firmengründers und Namensgebers Hans, hatte die Geschicke von Hansgrohe fast fünf Jahrzehnte lang gestaltet. 1968 war er nach seinem Studium in den väterlichen Betrieb eingetreten. Von 1999 an war er Vorstandsvorsitzender und von 2008 bis 2015 Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Hansgrohe wurde im Jahr 1901 in dem Schwarzwald-Ort Schiltach als Kleinstbetrieb gegründet. Heute beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 5600 Menschen und setzte im Jahr 2024 rund 1,4 Milliarden Euro um. Hansgrohe ist nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls Badezimmerarmaturen herstellenden Unternehmen Grohe, das von Klaus Grohes Bruder Friedrich gegründet worden ist.