Wirtschaft

Opfer eines Betrugs Leoni kann Prognose nicht halten

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(Foto: dpa)

Ein vor kurzem aufgedeckter Internetbetrugsfall macht Leoni schwer zu schaffen. Der Autozulieferer muss seine Gewinnprognose nach unten korrigieren. Die Umsatzprognose lässt Leoni bestehen.

Der Automobilzulieferer Leoni kappt auf Grund des Internetbetrugsfalls die eigene Prognose. Der Kabel- und Bordnetzhersteller geht davon aus, dass der Schaden von 40 Millionen Euro in voller Höhe das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im dritten Quartal und im Gesamtjahr belasten wird. Im Gesamtjahr erwartet Leoni nun ein Ebit von 65 Millionen Euro, anstatt zuvor 105 Millionen Euro.

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Das MDax-Unternehmen hatte Mitte August bekanntgegeben, Opfer eines Internetbetrugs geworden zu sein, bei dem Identitäten und Dokumente gefälscht wurden. Schon damals bezifferte das Unternehmen den Schaden auf eine Summe von etwa 40 Millionen Euro.

Man arbeite weiter mit Nachdruck an der Aufarbeitung des Vorfalls und prüfe Ersatzansprüche, um den finanziellen Schaden zu kompensieren, teilte Leoni am Mittwoch weiter mit. Nach heutigem Stand sei eine endgültige Klärung möglicher Schadensersatzansprüche in diesem Jahr jedoch nicht mehr realistisch.

Die Umsatzprognose ließ Leoni derweil bestehen. Das Unternehmen erwartet weiterhin Einnahmen von 4,4 Milliarden Euro. Der Vorstand halte zudem an der Dividendenpolitik fest, rund ein Drittel des konzernweiten Jahresüberschusses auszuschütten - für das Jahr 2016 unter Berücksichtigung des nach heutigem Stand steuerlich nicht abzugsfähigen Sondereffekts aus dem Betrugsfall, teilte Leoni weiter mit.

Quelle: ntv.de, wne/DJ