Wirtschaft

Fangmengen nicht genug gesenkt Makrele könnte aus vielen Märkten verschwinden

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(Foto: imago/blickwinkel)

Der Makrelenbestand im Nordostatlantik ist dramatisch gesunken. Dennoch wird der Fisch weiter gefangen. Und so entzieht ihm der Marine Stewardship Council sein Siegel. Das könnte Folgen für Verbraucher haben - für deutsche Fischer aber nicht.

Die Makrele hat ihre Kennzeichnung für nachhaltige Fischerei verloren, das blaue MSC-Siegel. Das teilte das Marine Stewardship Council, das über das Gütesiegel wacht, mit. Laut aktueller Daten des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) sei der Makrelenbestand im Nordostatlantik unter seine nachhaltige Mindestbestandsgröße gefallen. Gleichzeitig hätten die Makrelenfischer in den vergangenen Jahren weder ihre Fangmengen auf das wissenschaftlich empfohlene Maß gesenkt, noch sich auf gemeinsame, staatenübergreifende Bewirtschaftungsregeln für den Bestand geeinigt.

Die Makrele ist mit 10.000 Tonnen und einem Marktanteil von 1,1 Prozent kein Hauptprodukt auf dem deutschen Markt und wird oft als Räucherfisch oder Konserve verkauft. Die Verbraucher in Deutschland werden den Entzug des Öko-Siegels zunächst nicht bemerken, da noch ausreichend Ware vorhanden sei. Sollte jedoch das Siegel dauerhaft entzogen bleiben, könnte die Makrele ihren Platz im Lebensmittel-Einzelhandel einbüßen, hieß es beim Fisch-Informationszentrum (FIZ) in Hamburg. 

Große Discounter haben sich verpflichtet, nur Produkte mit dem MSC-Siegel zu führen. Die deutsche Fischerei ist nicht betroffen; in den Fanggründen fischen vor allem Fischer aus Irland, Dänemark, Schweden, Großbritannien, den Niederlanden sowie Norwegen, Island und den Färöer Inseln.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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