Wirtschaft

3500 Stellen betroffen Media Markt und Saturn streichen Jobs

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Die Stellen sollen wohl vor allem im Ausland gestrichen werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Manch ein Mitarbeiter von Media Markt und Saturn muss sich Sorgen um seinen Job machen. Der Mehrheitseigner Ceconomy zieht die Streichung von Tausenden Stellen durch, wie nun angekündigt wird. Deutsche Angestellte haben bessere Chancen als ausländische, ihren Arbeitsplatz zu behalten.

Die geplante Restrukturierung von Media Markt und Saturn wird europaweit bis zu 3.500 Vollzeitstellen kosten, vorwiegend im europäischen Ausland. Mindestens 14 defizitäre Märkte werden geschlossen, die Zahl der Schließungen in Europa kann sich in den kommenden Monaten noch leicht erhöhen. Dies habe der Aufsichtsrat in einer Sitzung entschieden, teilte Ceconomy, der Mehrheitsaktionär der Elektronikhandelskette, mit. Der Minderheitsaktionär von Mediamarktsaturn, die Firma Convergenta Invest der Familie Kellerhals, unterstütze die Pläne.

Die Pläne sind im Rahmen dessen, was der Konzern Anfang August in Aussicht gestellt hatte. Der Abbau der Arbeitsplätze soll laut Mitteilung innerhalb der kommenden 24 bis 36 Monate geschehen. Mit dem Umbau will der Konzern Kosten von knapp über 100 Millionen Euro pro Jahr sparen, diese sollen mehrheitlich ab dem Geschäftsjahr 2022/23 wirksam werden. Einmalig plant der Düsseldorfer Handelskonzern dafür rund 180 Millionen Euro an Aufwendungen ein, die vorwiegend im laufenden Geschäftsjahr anfallen werden, das bis Ende September läuft. Die Prognose für das Gesamtjahr 2019/20, die der Düsseldorfer Handelskonzern erst Mitte Juli erhöht hatte, bleibe davon unberührt.

Laut Mitteilung beschäftigt der Konzern derzeit etwa 45.000 Mitarbeiter auf Vollzeitbasis, die Zahl der Stores beläuft sich auf rund 1000. Die Pläne sehen mit einem sogenannten Operating Model eine europaweit einheitliche Organisationsstruktur mit standardisierten Prozessen und Abläufen in den Märkten und Verwaltungen der Landesgesellschaften von Media Markt und Saturn vor. Die Märkte sollen bei administrativen Aufgaben entlastet werden, das Unternehmen zunehmend zentralisierter gesteuert werden.

Quelle: ntv.de, vpe/DJ

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