Wirtschaft

Analysten überrascht Microsoft steigert Umsatz kräftig

imago0110124174h.jpg

Den Nettogewinn konnte Microsoft im Jahresvergleich um 47 Prozent steigern.

(Foto: imago images/Christian Offenberg)

Microsoft macht inzwischen mehr Geld mit seiner Azure-Plattform als mit dem Windows-Betriebssystem. Im jüngsten Quartal ist es abermals das Cloud-Geschäft, das dem Konzern die stärksten Geschäftszuwächse einbringt.

Microsoft hat ein weiteres Quartal mit Rekordumsätzen verzeichnet. Das verdankt der Konzern vor allem dem Erfolg bei der Gewinnung neuer Cloud-Kunden. Ein Teil des Videospielgeschäfts konnte nicht mit den rasanten Wachstumsraten mithalten.

Microsoft gehört zu den Unternehmen, die während der Pandemie am meisten von Homeoffice und Fernunterricht profitiert haben. Der Konzern mit Sitz in Redmond im Bundesstaat Washington meldete am Dienstag nach Börsenschluss für das vierte Geschäftsquartal einen Umsatzanstieg um rund 21 Prozent auf 46,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang um 47 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street. Analysten hatten mit einem Umsatz von 44,1 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 14,6 Milliarden Dollar gerechnet.

Microsoft
Microsoft 298,60

Im nachbörslichen Handel fiel die Aktie dennoch zunächst um mehr als 2 Prozent. Der Windows-Hersteller wird inzwischen mit über 2 Billionen Dollar bewertet und liegt damit an zweiter Stelle hinter Apple. Im vergangenen Jahr ist der Aktienkurs von Microsoft um rund 40 Prozent gestiegen.

Die Umsätze im Zusammenhang mit dem Cloud-Dienst Azure stiegen um 51 Prozent und damit etwas stärker als in den vorangegangenen beiden Quartalen mit 50 Prozent. Azure hat im letzten Jahr das Windows-Betriebssystem als wichtigste Einnahmequelle von Microsoft überholt. Die Plattform bietet anderen Unternehmen Speicherplatz und IT-Dienste. Das Videospielgeschäft wurde zuletzt von der Markteinführung neuer Xbox-Konsolen und Streaming-Dienste für Spiele getrieben, im Schlussquartal gingen die Umsätze mit Xbox-Inhalten und -Diensten jedoch um 4 Prozent zurück.

Da die US-Wirtschaft begonnen hat, einige der pandemiebedingten Beschränkungen zu lockern und die Büros wieder zu öffnen, will Microsoft mit neuen Angeboten von hybriden Arbeitsmodellen profitieren. Im Februar brachte das Unternehmen eine Reihe von Anwendungen für eine Arbeitsumgebung auf den Markt, in der einige Mitarbeiter von zu Hause und andere im Büro arbeiten. Vor Kurzen stellte der Konzern den Cloud-Service Windows 365, der das komplette Betriebssystem samt Anwendungen, Daten und Einstellungen in die Microsoft Cloud verlagert.

Quelle: ntv.de, ino/DJ

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.