Wirtschaft

Sparen für den Mars Musk verkauft sein letztes Haus

126114427.jpg

Musks Mars-Projekt verschlingt viel Kapital. Sein ambitionierter Plan sieht vor, dass bis 2050 eine Million Menschen auf dem Mars leben.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Elon Musk trennt sich weiter von irdischen Besitztümern. Fast alle seine Immobilien wurden bereits versilbert. Die letzte Villa bietet er für 37 Millionen Dollar zum Kauf an. Alles Geld soll in sein Mars-Projekt fließen. Obdachlos ist er deshalb nicht. Bis zum Umzug zum Mars lebt er zur Miete.

Elon Musk hat seine Ankündigung aus dem vergangenen Jahr wahrgemacht und sich schrittweise von all seinen Immobilien getrennt. Das letzte Haus, das er noch besitzt, eine Villa bei San Francisco, wird Interessenten für 37 Millionen US-Dollar angeboten. Wie Musk bei Twitter schreibt, sei es ein "besonderer Ort". Geht es nach ihm, soll die 100 Jahre alte Villa in Hillsborough, die zuletzt für Veranstaltungen genutzt wurde, das Zuhause einer großen Familie werden.

Platz genug ist vorhanden: Neben zehn Schlafzimmern gibt es einen Tanzsaal, einen Speisesaal und eine professionelle Küche. Das Anwesen ist etwa 1500 Quadratmeter groß. In einem Tweet kommentiert ein Leser mit Namen Jesse die Hoffnung des Milliardärs mit den Worten: "Wünschte, ich hätte eine große Familie".

Nach eigenem Bekunden steckt der Multi-Unternehmer, der sich selbst kein Gehalt zahlt, das Geld aus den Immobilienverkäufen in seine Raumfahrtaktivitäten und die Mars-Kolonisierung. Um dieses Projekt voranzutreiben, will er sich von so vielen irdischen Besitztümern frei machen, wie möglich.

Alle Häuser des Tesla-Chefs zusammengenommen sollen laut Medienberichten einmal einen Wert von 100 Millionen Dollar gehabt haben. In Musks Besitz waren ursprünglich auch drei Häuser in Bel Air. Darunter eine riesige 1500-Quadratmeter-Villa für 30 Millionen Dollar und das ehemalige Anwesen des verstorbenen Schauspielers Gene Wilder mit 260 Quadratmetern für 9,5 Millionen Dollar.

"Eine Stadt auf dem Mars zu bauen wird viele Ressourcen erfordern", zitiert das Wirtschaftsportal Business Insider Musk aus einem Interview mit Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner im Dezember. "Ich möchte so viel wie möglich zur Stadt auf dem Mars beitragen können. Das bedeutet einfach viel Kapital." Musks ambitionierte Pläne sehen vor, dass bis 2050 eine Million Menschen auf dem Mars leben.

Der Tweet zum Verkauf des letzten Hauses folgt übrigens unmittelbar nach der Empörung über einen Bericht, dass CEOs wie Elon Musk, Warren Buffett oder Jeff Bezos im Verhältnis zu ihrem Vermögen nur wenig Einkommensteuer zahlen. Laut ProPublica hat Musk im Jahr 2018 überhaupt keine Bundeseinkommensteuern gezahlt und in den Jahren 2015 und 2017 weniger als 70.000 Dollar.

Unmittelbar nach dem Bericht kündigte Musk an, in Kalifornien weiter Einkommensteuern zahlen zu wollen, obwohl er im vergangenen Jahr nach Texas gezogen ist. Zurzeit lebt Musk zur Miete, wie er ebenfalls mitteilte. Nach seinen Worten handelt es sich um ein vergleichsweise bescheidenes 50.000-Dollar-Haus in der kleinen texanischen Ortschaft Boca Chica, wo der Firmensitz seines Weltraumunternehmens SpaceX ist. Dort ist Musk hingezogen, nachdem er dem Silicon Valley den Rücken gekehrt hat . Das Haus in Boca Chica gehört dem Unternehmen.

SpaceX soll in der Nähe des Test- und Raketenstartgeländes bereits seit längerem Häuser aufkaufen. Geplant ist eine eigene Firmen-Stadt namens Starbase, wo Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Unternehmens wohnen können.

Quelle: ntv.de, ddi

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen