Wirtschaft

Vorermittlungen gegen GroßbankenNeue Vorwürfe gegen Deutsche Bank in USA

08.11.2016, 07:05 Uhr
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Derzeit verhandelt die Deutsche Bank mit dem US-Justizministerium, um eine gerforderte Strafzahlung von 14 Milliarden Dollar zu reduzieren. (Foto: REUTERS)

Gemeinsam mit anderen Geldhäusern ist die Deutsche Bank wieder ins Fadenkreuz der US-Aufsichtsbehörden geraten. Es geht um mutmaßliche Gesetzesverstöße auf einem Markt für wenig bekannte, aber in großem Umfang gehandelte Papiere.

Der Deutschen Bank könnte einem Bericht zufolge neuer Ärger in den USA drohen - dieses Mal von der US-Börsenaufsicht SEC. Das größte deutsche Geldhaus stehe neben der Bank of New York Mellon, der Citigroup und JPMorgan unter Verdacht, im Handel mit sogenannten Aktien-Hinterlegungsscheinen (ADRs) Regeln verletzt zu haben, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Möglicherweise seien in dem in der Öffentlichkeit nicht so bekannten, aber doch großen Markt Kontrollen umgangen worden, um so Steuervergehen zu erleichtern oder Vorteile durch Insider-Informationen zu erlangen, hieß es. Die vier Banken seien bereits Ende des vergangenen Jahres von der SEC aufgefordert worden, Informationen bereitzustellen. Derzeit werte die Börsenaufsicht die Daten aus und befrage Zeugen.

Dem Bericht zufolge ist derzeit noch nicht klar, ob diese Vorermittlungen in ein Verfahren münden werden. Die Banken selbst bestritten alle Vorwürfe und gingen gegen die Ermittlungen vor. Ihrer Darstellung nach gebe es genügend Kontrollen, um Missbrauch beim Handel mit ADRs (American Depositary Receipts) zu verhindern, hieß es in dem Bericht. Mit den Hinterlegungsscheinen wird der Handel von Nicht-US-Unternehmen am Kapitalmarkt in den Vereinigten Staaten erleichtert.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa

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