Wirtschaft

Start im Rückwärtsgang Neuer Ozeanriese nimmt Kurs auf Weltmeere

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Bei der Reise über die Ems wurde die "Aidacosma" rückwärts geschleppt, weil sie so besser manövriert werden kann.

(Foto: picture alliance/dpa)

Von der schmalen Ems hinaus auf die Weltmeere: Das neue Kreuzfahrtschiff "Aidacosma" hat den Fluss in Richtung Nordsee passiert. Planmäßig soll der Ozeanriese noch heute die Niederlande erreichen.  Für die Meyer-Werft ist es die zweite Überführung in diesem Jahr.

Das neugebaute Kreuzfahrschiff "Aidacosma" hat den schwierigsten Teil seiner Überführung von der Meyer-Werft zur Nordsee gemeistert. Die rund 40 Kilometer lange Strecke auf der schmalen Ems samt der Passage des Emssperrwerks bei Gandersum legte der Ozeanriese sogar etwas schneller als geplant zurück, wie ein Werftsprecher sagte.

Der Wasserstand sei gut gewesen und der Wind nach zuvor stürmischen Tagen abgeflaut. Das 337 Meter lange Schiff hatte am Morgen in Papenburg seine Schleppfahrt begonnen. Bei der Reise über die Ems wurde die "Aidacosma" - wie immer bei diesen spektakulären Überführungen - rückwärts geschleppt, weil sie so besser manövriert werden kann. Schaulustige versammelten sich noch in der Dunkelheit am Deich, um den bunt erleuchteten Ozeanriesen zu bestaunen. Die Überführungen locken immer viele Schiffsfans an. Umweltschützer kritisieren aber, das Anstauen der Ems schade dem Fluss und seinen Ufern.

Erstes Ziel der "Aidacosma" ist Eemshaven in den Niederlanden, das planmäßig noch heute erreicht werden sollte. Anfang November ist von dort die erste Probefahrt auf der Nordsee Richtung Norwegen geplant, Ende des Jahres soll das Schiff der Reederei übergeben werden. "Wir sind sehr glücklich, dass unser neues Kreuzfahrtschiff seine erste Fahrt auf der Ems erfolgreich gemeistert hat", teilte Hansjörg Kunze, Sprecher der Reederei Aida Cruises in Rostock, mit. Es ist der zweite vollständig mit Flüssiggas betriebene Neubau von Aida Cruises. Flüssiggas gilt als umweltfreundlicherer Antrieb als Diesel oder Schweröl.

Für die Meyer-Werft ist es die zweite Überführung in diesem Jahr. Deutschlands größter Schiffbaubetrieb hat sein Bautempo drosseln müssen, weil aufgrund des weitgehenden Stillstands der Kreuzfahrtindustrie wegen der Corona-Pandemie neue Schiffe kaum gefragt sind. Die Krise hat auch einige Hundert Arbeitsplätze gekostet.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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