Wirtschaft

"Italien hat noch viel zu tun" Notenbankchef macht Druck

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Ignazio Visco

(Foto: REUTERS)

Italien hat Reformen eingeleitet und dafür von seinen europäischen Partnern schon viel Lob erfahren. Notenbankchef Visco reicht das aber noch nicht. Er sieht weiteren Handlungsbedarf. Visco geht davon aus, dass die Wirtschaft in Italien 2012 um 1,5 Prozent schrumpft. Er drängt zudem darauf, die griechischen Probleme zügig zu lösen.

Italiens Notenbankchef Ignazio Visco hat sein Land aufgefordert, die geplanten Reformen und weitere Maßnahmen zur Stärkung der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone zügig umzusetzen. Italien habe zwar schon einige Anstrengungen unternommen. Es bleibe aber noch viel zu tun, sagte Visco bei einer Rede in Parma.

Derzeit debattiert das Parlament über die Deregulierung einiger Dienstleistungsbereiche sowie den Abbau von Bürokratie. Ministerpräsident Mario Monti verhandelt zudem mit den Gewerkschaften über eine Reform des Arbeitsmarktes.      

Visco geht davon aus, dass die Wirtschaft in dieses Jahr um 1,5 Prozent schrumpft. Das Land steckt mitten in der Rezession. Die Wirtschaft beschleunigte Ende 2011 sogar ihre Talfahrt. Der Druck auf das angeschlagene Italien ließ dank unterstützender Maßnahmen der EZB zuletzt nach. Die Zentralbank alleine könne die Probleme Italiens und der kompletten Euro-Zone aber nicht lösen, sagte Visco.

Er drang zudem darauf, dass die gelöst werden, um eine Ansteckung anderer Euro-Länder zu vermeiden. Am Montag sollen die Euro-Finanzminister über neue Finanzhilfen für Griechenland entscheiden. Da nicht alle Auflagen erfüllt waren, hatten sich diese verzögert.

Quelle: ntv.de, rts