Wirtschaft

Aktie vom Handel ausgesetzt Phoenix Solar ist insolvent

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Solaranlage in Jocksdorf (Brandenburg), die von der Firma Phoenix Solar betrieben wird.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Vorgehen eines US-Großkunden zwingt Phoenix Solar in die Knie: Die verfügbaren Mittel reichen nicht mehr aus, das Photovoltaik-Systemhaus muss den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Versuche, mit dem Kunden zu einer Lösung zu kommen, schlagen fehl.

Das Photovoltaik-Systemhaus Phoenix Solar ist zahlungsunfähig. Kommende Woche werde beim Amtsgericht München Insolvenz angemeldet, teilte das Unternehmen mit. Die Aktie des Unternehmens wurde daraufhin vom Handel ausgesetzt. Der letzte Kurs lag bei 1,46 Euro und damit rund 1,7 Prozent unter dem Vortagesniveau. An der Börse wurde Phoenix Solar zuletzt noch mit rund elf Millionen Euro bewertet.

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Grund für den überraschenden Schritt in die Insolvenz sei die "Ziehung projektbezogener Akkreditive" durch einen großen Kunden in den USA, teilte das Solar-Unternehmen mit. Der Kunde habe damit eine Summe von rund acht Millionen Dollar eingefordert.

Da Phoenix Solar den entsprechenden Ansprüchen der Banken in gleicher Höhe nicht nachkommen könne, bleibe nur der Gang in die Insolvenz. Versuche der Unternehmensführung, mit dem US-Kunden und dem Bankenkonsortium in Deutschland zu einer Lösung zu kommen, blieben laut Phoenix Solar erfolglos.

Phoenix Solar mit Sitz im bayerischen Sulzemoos ist eines der wenigen verbliebenen Unternehmen der einst stolzen deutschen Solarbranche, das bislang von Finanzschwierigkeiten verschont geblieben war. Im Mai dieses Jahres etwa hatte der Solarzellenhersteller Solarworld Insolvenzantrag gestellt.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ